Warum haben die das Aschbacher Freibad bloß so an den Berg gebaut, fragt sich der Besucher, der den doch recht ordentlichen Hügel hoch läuft. Oben angekommen, erübrigt sich diese Frage fast. Bernhard Seeger (CSU), Schlüsselfelds Dritter Bürgermeister, erklärt es dennoch gerne jedem Besucher: "Wir haben hier eine ganz besondere Lage. Das Bad hat von frühmorgens bis zum Abend Sonne." Dazu - durch seine exponierte Lage - einen herrlichen Blick ins Tal und auf die Ortschaft, in der die beiden Kirchtürme Akzente setzen.
Da vergisst man leicht, dass ja das Aschbacher Freibad schon seit Jahrzehnten an gleicher Stelle war, allerdings so marode und in die Jahre gekommen, dass die Generalsanierung nun fast einem Neubau gleichkommt. Seit dem Baubeginn Anfang April 2015 ist ein Jahr verstrichen. Schon zu Pfingsten soll die neue Aschbacher Attraktion für Badegäste freigegeben werden. Das hat sich die Stadt Schlüsselfeld jedenfalls zum Ziel gesetzt. Ob es mit der Einweihung in der Woche davor tatsächlich klappt, darauf will sich Bernhard Seeger nicht festlegen.
Derzeit laufen jedenfalls die letzten Arbeiten auf Hochtouren. Dass das Bad immer noch ein wenig den Eindruck einer Baustelle vermittelt, liegt ganz eindeutig an den noch nicht fertigen Außenanlagen. Die Becken in Edelstahlausführung warten nur noch darauf, gefüllt zu werden. Vom Hang herab führt eine Breitrutsche, die im Erlebnisbecken endet. Vom Erlebnisbecken mit seinem "Pilz" gelangt man in das 25-Meter-Schwimmbecken. Etwas davon entfernt befindet sich das Kinderbecken mit einer eigenen kleinen Rutsche.
So gut wie fertig sei die Wassertechnik, berichtet Seeger. Das Badewasser komme aus einem eigenen Brunnen und werde über eine Solaranlage auf dem Dach des Schwimmbadgebäudes erwärmt. Noch etwas Besonderes weist die Anlage auf: Der gesamte Badebereich ist trotz Hanglage behindertengerecht angelegt.
Das Gebäude, dessen Sanierung die Aschbacher Schwimmbadinitiative nahezu in Eigenregie ausführte, ist ebenfalls größtenteils fertig gestellt. Duschen und Toiletten für Damen und Herren, Behinderten-WC mit Dusche und Wickelraum, Umkleide- und Lagerräume sowie die Räume für den Bademeister und den Kiosk sind fast fertig.


Viel Hilfe aus dem Handwerk

Bei der Entkernung des alten Nutzbaus, bei Stuck-, Maler-, Installationsarbeiten, beim Verlegen der Fliesen und der Holzdecken waren die freiwilligen Helfer tätig. Sehr dankbar ist Bernhard Seeger, viele Handwerksbetriebe "mit an Bord gehabt" zu haben.
Sie hätten den freiwilligen Helfern "nicht nur mit Rat und Tat, sondern auch mit Werkzeugen und Gerätschaften zur Seite gestanden". Auch mit dem Engagement der freiwilligen Truppe ist Seeger mehr als zufrieden. "Es war sehr viel an Hilfe da", lobt er. Nachdem die Freunde des Aschbacher Freibads bis hin zum Bürgerentscheid um ihr Schwimmbad gekämpft hatten, wollen sie nun auch ihr Versprechen hinsichtlich der Eigenleistung bei der Sanierung möglichst einhalten.
Einen Bademeister habe die Stadt Schlüsselfeld bereits eingestellt, erzählt Seeger. Wie Schlüsselfelds Bürgermeister Johannes Krapp in der Bürgerversammlung Anfang März sagte, wird die Schwimmbadsanierung rund 2,5 Millionen Euro verschlingen.