Die Steuerquellen der Stadt sprudeln, die Konten sind gut gefüllt. Das betont Bürgermeister Gerald Brehm (Junge Liste) in jüngster Zeit häufiger. Und das wissen auch die Mitglieder seiner Jungen-Liste-Stadtratsfraktion. Sie haben jetzt eine umfangreiche Wunschliste für den Haushalt 2014 vorgelegt, die in die Etatberatungen des Haupt- und Finanzausschusses einfließen soll.

JL-Fraktionssprecher Michael Ulbrich spricht von einer "sinnvollen Weiterentwicklung der Stadt mit Augenmaß". Weil sich Höchstadt auf der Einnahmenseite breit aufstellen müsse, sollen neues Gewerbe angesiedelt und die bestehenden Betriebe unterstützt werden. Die Ausweisung attraktiver Wohngebiete hält die Junge Liste ebenso für einen wichtigen Standortfaktor wie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien mit durchschnittlichem Einkommen.


Defizit im sozialen Wohnungsbau

So sieht die Junge Liste in Höchstadt ein Defizit im Bereich sozialer Wohnungsbau. "Dinge, die die Stadt hier initiieren und fördern kann, sollte sie tun", meint Ulbrich. Mittel für Planung und eventuell auch Bau von Sozialwohnungen sollten in den Haushalt eingestellt werden.

Die Pläne für die Gestaltung des Außengeländes der Fortuna Kulturfabrik mit Sanierung des Heizhauses und Fußweg durch die Aischwiesen Richtung Innenstadt sollten heuer umgesetzt werden. Für die älteren Mitbürger wünscht sich die JL einen offenen Seniorentreff.

Nicht nur den jüngeren zugute kommen soll ein öffentliches, kostenloses W-Lan-Netz in den Bereichen Kulturfabrik und Sportzentrum mit Freibad. Am Marktplatz ist städtisches W-Lan bereits nutzbar. Von der Landkarte streichen möchte die Fraktion des Bürgermeisters mit den Ortsteilen Mechelwind und Bösenbechhofen die letzten weißen Flecken in der DSL-Versorgung.

Unterlagen bald auf den Computer?

Müssen bei der 75. Änderung des Flächennutzungsplanes für die Sitzungsunterlagen der 24 Stadträte wieder hunderte Seiten Papier kopiert werden? JL-Sprecher Ulbrich meint nein und schlägt vor, für die Stadträte leicht zu bedienende Computer-Tablets anzuschaffen und die Sitzungsunterlagen elektronisch zu verschicken. Auf Dauer könne dadurch gespart werden, ist er überzeugt. Allerdings sollte man die Räte nicht zwingen, auf elektronische Unterlagen umzusteigen.

Gebaut werden sollte nach JL-Wünschen 2014 auch kräftig: Kläranlage, Kita, Doppelturnhalle und Kinderbereich des Freibads. Die Erneuerung der Straße Medbach-Etzelskirchen müsste heuer geplant und spätestens 2015 realisiert werden. Nutzungskonzepte möchte die Junge Liste für das Höchstadter Schloss und das "Beamtenhaus" in der Kellerstraße entwickeln.

Ein innerstädtisches Busnetz mit Anbindung der Ortsteile steht ebenfalls auf der Wunschliste. "Eine schwierige Aufgabe", weiß Ulbrich.