Der geplante Rathausneubau in Herzogenaurach erhitzt immer noch die Gemüter.
Kann der Rathausneubau doch noch verhindert werden? Diese Frage stellten zahlreiche Herzogenauracher am Freitagabend im Geschäft von Teleprofi Norbert Scholian einigen CSU-Stadträten und -Kandidaten, die zusammen mit der Bewerberin um den Bürgermeistersessel, Sabine Hanisch, erschienen waren.
Fraktionsvorsitzender Bernhard Schwab sowie seine Ratskollegen Kurt Zollhöfer und Konrad Körner konnten aber den Anwesenden wenig Hoffnung machen, da die Mehrheit im Stadtrat eindeutig pro Neubau sei.
Die vielleicht letzte Möglichkeit, welche die Anhänger eines offenen Schlossparkes noch haben, sei ein Bürgerentscheid, der aber in aller Kürze durchgeführt werden müsste, da bereits in der November-Sitzung große kostenträchtige Aufträge für den Neubau vergeben werden sollen. Ein eventueller Stopp könnte hohe Konventionalstrafen zur Folge haben. Hinzu komme, so Skeptiker, dass es sich um ein laufendes Verfahren handele, gegen das ein Bürgerentscheid wohl nicht mehr machbar sei. "Der Bürgermeister versucht, Fakten zu schaffen", hieß es seitens der CSU-Stadträte, die German Hacker (SPD) vorwerfen, "nie richtig informiert" zu haben.
"Nebulöse Kostensituation"
Dass die alten historischen Funde, die bei den Tiefbauarbeiten ans Tageslicht kamen, einfach verschwinden werden, empfindet nicht nur Heinrich Bucher als erschütternd. Andere Städte würden mit solchen Pfunden wuchern, hieß es. Kritik wurde außerdem geäußert, dass die Kostensituation recht nebulös sei. Erst jetzt, so war zu hören, erfolge ein gar nicht so billiges Kostencontrolling, was eigentlich schon von Beginn an hätte durchgeführt werden müssen.