Die lange Partynacht war einigen Ortsburschen am Samstag beim Aufrichten des Baums noch anzusehen. Traditionell werden in Buch unter der Aufsicht von Bürgermeister Heinrich Süß zwei Bäume gefällt und aufgestellt, denn der "Nachwuchs" soll frühzeitig eingewiesen werden.

"So viele Papas und Opas waren beim Nachwuchs im Wald noch nie dabei", erzählte der Bürgermeister, der den "Nachwuchsbaum" mit seinem Fendt zum Landgasthof Süß transportierte. Dort staunten die warteten Mamis und Zuschauer nicht schlecht, denn der Baum maß für den Nachwuchs beträchtliche 21 Meter. "Den haben sich die Jüngsten selbst ausgesucht, und wenn die ihn wollen, dann wird er auch gefällt", erklärte der Bürgermeister und packte beim Aufrichten gleich mit an. Die Jüngsten trotzten dem Regen ebenso wie ihre Helfer und mit viel Hauruck wurde der Baum in die Senkrechte gebracht.

"Wartet mal ab, was die Ortsburschen anbringen. Das wird aber noch etwas dauern, bis die den Baum aus dem Wald herausbringen", meinte der Bürgermeister etwas geheimnisvoll. Der Baum des Nachwuchses war längst aufgestellt, als die Ortburschen ihren Baum vor zahlreichen Zuschauern auf die Wiese neben dem Gasthof brachten.

"Aus diesem Baum kann man eine schöne Pfette schneiden,", kommentierte Konrad Süß vom gleichnamigen Gasthof das Monstrum kopfschüttelnd, als die Ortsburschen mit ihrem mächtigen 31-Meter-Baum ankamen. Der stattliche Baum forderte beim Aufstellen dann auch alle Kräfte der Ortsburschen, aber ihnen kamen natürlich einige kräftige Bucher zu Hilfe.

"Wenn die das in zwei Stunden packen, dann spendiere ich ein 50-Liter-Fass", versprach der Wirt, aber das Fass durfte im Kühlraum bleiben, denn die schweißtreibende Arbeit dauerte rund zweieinhalb Stunden.

Hunger und Durst mussten weder die Nachwuchsburschen noch die Ortburschen leiden, der Gasthof hatte genügend Getränke und Bratwurstbrötchen bereitgestellt und die "Kuchenbäckerinnen" versorgten Groß und Klein.sae