17 Unfälle in nur 24 Stunden: Verkehrspolizei berichtet von Chaos-Tag auf Autobahnen

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Im Durchschnitt alle 1,4 Stunden kam es auf den Erlanger Autobahnen zu Verkehrsunfällen. Bei einem großen Teil handelte es sich um gewöhnliche Auffahrunfälle. Drei Vorfälle stachen allerdings heraus.

Zu 17 Verkehrsunfällen in den letzten 24 Stunden (3. bis 4. Juli 2024) kam es im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizeiinspektion Erlangen auf den Autobahnen rund um Erlangen, wie diese mitteilte. Dabei wurde eine Unfallverursacherin schwer verletzt. Die Höhe der Sachschäden dürfte bei insgesamt mindestens 130.000 Euro liegen.

Allein bei circa 62.000 Euro Sachschaden liegt ein Unfall auf der A3. Um 12.50 Uhr war eine 36-Jährige demnach mit ihrem Kleinwagen in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs. Circa einen Kilometer nach der Rastanlage Steigerwald-Süd übersah sie das Ende eines Staus und fuhr auf einen Autotransporter auf. Ihr Fahrzeug wurde unter das Heck des Aufliegers geschoben.

Durchschnittlich alle 90 Minuten ein Unfall - Frau mit schweren Verletzungen in Klinik 

Die Unfallverursacherin wurde von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit und kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik. Neben dem Auto der Unfallverursacherin wurden auch zwei geladene Wägen auf dem Autotransporter beschädigt wurden. Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen war die A3 in Fahrtrichtung Nürnberg für ungefähr 30 Minuten komplett gesperrt.

Bereits um 9.15 Uhr überholte der Fahrer eines Wohnmobils mit seinem 2,70 Meter breiten Gefährt innerhalb der Baustelle einen Sattelzug und beschädigte diesen. Obwohl der 60-Jährige den Unfall bemerkte, fuhr er einfach weiter. Er konnte bei Erlangen durch eine Streife der Verkehrspolizei angehalten werden. Ein Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernen vom Unfallort wurde eingeleitet. Die Weiterfahrt wurde erst nach Zahlung einer Sicherheitsleistung gestattet.

Um 22 Uhr wechselte ein 37-Jähriger mit seinem Gliederzug auf der A3 zwischen dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen und der Anschlussstelle Erlangen-Frauenaurach vom rechten auf den linken Fahrstreifen, um an einem Pannenfahrzeug vorbeizukommen. Dabei kollidierte er mit einem bereits auf dem linken Fahrstreifen fahrenden Kleinwagen.

Vollsperrung auf A3 bei Erlangen: Crash mit Gefahrgut-Lkw

Beladen war der Lastwagen unter anderem mit mehreren Fässern Gefahrgut. Bei einer Überprüfung durch die Feuerwehr konnte keinerlei Beschädigung an den Fässern oder Stoffaustritt festgestellt werden. Allerdings wurde kurzzeitig die A3 in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

Die Fahrtrichtung Würzburg war für circa zwei Stunden voll gesperrt. Grund waren überbreite Großraumtransporte, die im Baustellenbereich an der Unfallstelle nicht vorbeikamen und so den nachfolgenden Verkehr blockierten.

Bei den weiteren 14 Verkehrsunfällen handelte es sich um die üblichen Auffahrunfälle und Kollisionen beim Fahrstreifenwechsel mit Blechschäden.

Vorschaubild: © NEWS5/Oßwald