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Erlangen: Polizeischüsse in Klinik - Mann geht mit Messer auf Beamtin los


Autor: Alexander Milesevic

Erlangen, Dienstag, 10. März 2026

Die Polizei muss zu einem Einsatz in einem Erlanger Krankenhaus anrücken. Dem Patienten gefällt die Anwesenheit der Streife jedoch offenbar gar nicht. Schließlich muss die Klinik zeitweise gesperrt werden.
Polizeiwagen stehen vor dem Malteser Waldkrankenhauses St. Marien in Erlangen. Bei einem Einsatz in dem Krankenhaus ist ein 35-Jähriger von einem Polizisten angeschossen worden, nachdem er zuvor eine Beamtin mit einem Messer angegriffen haben soll.


Ein Polizist hat in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Erlangen auf einen Mann geschossen. Der 35-Jährige soll zuvor eine Polizistin mit einem Messer angegriffen haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand war der Mann bereits im Vorfeld gegenüber den Einsatzkräften aggressiv aufgetreten.

Ein Arzt des Malteser Waldkrankenhauses St. Marien in der Rathsberger Straße alarmierte in der Nacht auf Dienstag (10. März 2026) gegen 0.45 Uhr die Polizei. Zuvor war der 35-Jährige in der Notaufnahme erschienen, wirkte verwirrt und gab an, vergiftet worden zu sein.

Notaufnahme im Waldkrankenhaus Erlangen zeitweise gesperrt – LKA prüft Einsatz

Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Mann in einem Behandlungszimmer der Notaufnahme aggressiv gewesen sein und mitgebrachtes Pfefferspray gegen die 32-jährige Polizistin eingesetzt haben, teilte die Polizei mit. Als der Mann die Beamtin unmittelbar danach mit einem Messer angegriffen habe, hätte ein 25-jähriger Kollege einen Schuss aus einer Pistole auf den Angreifer gefeuert und ihn am Oberschenkel verletzt. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, hieß es. Der Angeschossene sei im Waldkrankenhaus medizinisch behandelt worden.

Der Polizist blieb unverletzt. Die 32-jährige Beamtin konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Der Betrieb der Notaufnahme musste während der Spurensicherung vorübergehend eingestellt werden. Die Ermittlungen laufen. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den 35-jährigen Deutschen wegen versuchten Totschlags. Wann der Verdächtige einem Haftrichter vorgeführt wird, ist derzeit unklar. Das hänge vor allem von seinem Gesundheitszustand ab, sagte ein Polizeisprecher. Warum der Mann auffällig geworden war, sei derzeit noch nicht klar. Es sei eine Blutprobe genommen worden, um möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum zu prüfen.

Laut dem Sprecher der Polizei musste die Notaufnahme des Krankenhauses wegen des Einsatzes vorübergehend geschlossen werden, konnte aber in den frühen Morgenstunden wieder freigegeben werden. Die Spurensicherung hatte dort den Tatort inspiziert. Auch das Bayerische Landeskriminalamt war im Einsatz und ermittelt nun wegen des Schusswaffengebrauchs. Von der Klinik gab es zunächst keine Auskünfte.

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