Am Wochenende erinnerte Höchstadt eher an Venedig. Durch die starken Regenfälle in den vergangenen Tagen stieg die Aisch aus ihrem Bett. Die neue Aisch- und die neue Flutbrücke erhielten ihre Bewährungstaufe.

Sie sind rechtzeitig fertig geworden. Denn wo vor zwei Monaten noch Autos behelfsmäßig über den Festplatz fuhren, ist nun nicht mal mehr eine Straße zu erkennen. Der Festplatz auf den Aischwiesen ist komplett im Wasser versunken.

Auch der Fußballplatz des ASV Höchstadt ist wieder einmal überflutet. Kein Wunder, denn die Aisch grenzt direkt an das Grundstück des Sportvereins an. Doch auch die umliegenden Ortschaften haben mit starken Überschwemmungen zu kämpfen. Die Straße von der B 470 nach Sterpersdorf ist weiterhin gesperrt.

Doch die aischgründer Seenplatte lässt auch romantische Bilder zu. Im abendlichen Sonnenlicht glänzt das Wasser in verschiedenen Rot- und Gelbtönen. Interesse weckt das Hochwasser allemal. Viele Bürger machten sich am Wochenende auf, um sich selbst ein Bild von den Wassermassen zu machen. "Wie schaut das dann erst bei richtig großen Flüssen aus", fragte sich ein Passant, als er vor den Aischwiesen stand. "Aber dagegen ist man eben machtlos", ergänzte er.

An der Laufer Mühle hatte das Hochwasser am Samstag die Fünf-Meter-Grenze überschritten. Wie Gesamtleiter Michael Thiem mitteilte, haben die Bewohner der suchttherapeutischen Einrichtung daraufhin mit der Evakuierung des Haupthauses begonnen.