Es ist nicht der erste Samstag für die sechs fleißigen Hobbymusiker der "Musigg Fabrigg", die kräftig Hand anlegen an ihren Faschingswagen. Dieser entsteht zur Zeit auf dem Gelände der Metallbaufirma Schäfer. Bereits seit Weihnachten laufe die Planung, erklärt das Gründungsmitglied des städtischen Arbeitskreises, Alois Plätzer. Mit welchem Motto der Wagen der Musigg Fabrigg am Faschingsdienstag durch Höchstadt fahren wird, bleibt dabei noch ein Geheimnis.

Über die Vorbereitungen erzählen die Narren jedoch gerne: Insgesamt werden wohl über 80 Stunden Arbeit in den Wagen investiert werden. Dabei packen nicht nur die Musiker selbst an, sondern auch Freunde und Verwandte helfen, wo sie können, berichtet Wolfgang Köberlein. "Alle die laufen können, müssen mit ran", ergänzt Alois Plätzer. Es sei von Vorteil, dass der große Kreis der Musiker alle Berufe beinhaltet.
Der acht Meter lange und 2,49 Meter breite Wagen wird dabei komplett selbst finanziert.

Neue Organisatoren

Mit der Organisation, die dieses Jahr zum ersten Mal die Stadt Höchstadt übernimmt, sind die Faschingswagenbauer rundum zufrieden. Nicht nur für die Musiker ist es eine Premiere, sondern auch für die Stadt. Fast dreimal so viele Beteiligte wie letztes Jahr werden beim Umzug am Faschingsdienstag dabei sein, berichtet Susanne Gabler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Kulturfabrik.

Ein erster Erfolg für das Organisationsteam, in dem neben Gabler noch Bernd Riehlein, Leiter des Höchstadter Kulturzentrums und Günter Schulz (SPD), Zweiter Bürgermeister beteiligt sind. Schon beim Anschreiben der Vereine stellte Gabler fest, "wie vielfältig es hier in Höchstadt ist". So werden unter den 35 teilnehmenden Gruppen Sportvereine, Firmen, Schulen, Einzelpersonen und sechs Musikgruppen sein. Alle Narren werden am 4. März um 14 Uhr vom Festplatz über die gewohnten Route zum Marktplatz ziehen. Dort wird es als große Neuerung eine Après-Umzugs-Party im Anschluss an den Faschingszug geben.

After-Party vor dem Rathaus

Neben Livemusik der Stadtkapelle, der Gruppe "Die scho widdä" und der Wenden-Gugge, die allemanische Klänge aus Wendelstein nach Höchstadt bringt, wird Bernd Riehlein selbst unter seinem Pseudonym DJ Bone auflegen. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in die Kulturfabrik verlegt. Dass der Gaudiwurm dieses Jahr kein Leitthema hat, erklärt Schulz, liege daran, dass es von den Vereinen selbst gar nicht gewünschte sei.

Aber zurück zu den zu den musikalischen Narren der Musigg Fabrigg: Ob ihr Wagen der schönste werde, könnten sie vorab nicht beurteilen. Aber Wolfgang Köberlein ist sich sicher, dass es bestimmt der Lauteste sein wird. Denn die Musiker werden unterstützt durch ein 2600 Watt starkes Stromaggregat.