Pläne für einen "Windpark Mönchröden" nahmen einige Mitglieder des Rödentaler Stadtrates am Montag überrascht zur Kenntnis. Obwohl der Windatlas für das Stadtgebiet Rödental an keiner Stelle einen Standort für aussichtsreich ansieht, geht nämlich die Firma Ostwind davon aus, dass der Mönchrödener Forst geeignet ist, acht Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 137 Metern zu tragen. Wie Andreas Scharf von Ostwind erklärte, erwartet sein Unternehmen dort auch Gewinne erwirtschaften zu können. Ostwind setze dabei unbedingt auf eine Beteiligung durch die Kommune und/oder Bürger, für die sich ein Anteil an der Stromgewinnung lohnen soll, was die Akzeptanz erhöhe. Dass der Windatlas in dem Gebiet nicht von ausreichenden Voraussetzungen ausgeht, Ostwind aber schon, liege daran, dass inzwischen neue Anlagen zur Verfügung stehen, die besonders für geringe Windgeschwindigkeiten konzipiert seien. Den Wind über Wald besser zu nutzen, gelinge zunächst durch die beachtliche Nabenhöhe von 137 Metern (zum Vergleich: die Masten der 380-kV-Leitung sollen zwischen 60 und 70 Meter hoch werden). Zum anderen werde der Wind durch besonders lange Rotorblätter deutlich besser ausgenutzt als bei herkömmlichen Anlagen. Besonders lang heißt in diesem Fall 126 Meter Durchmesser. Damit erreicht jede der Anlagen, die für eine Nennleistung von 3,3 Megawatt ausgelegt sind, eine Maximalhöhe von 210 Metern. Zu den Problemen, die Ostwind noch lösen muss, gehört, dass der Mönchrödener Forst als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist.