Die Regelung ist nicht unumstritten: Die Webergasse in Coburg darf jetzt von Fahrradfahrern in beiden Richtungen befahren werden. Für Autofahrer hingegen ist die Webergasse weiterhin eine Einbahnstraße.

Befürworter freuen sich über die Maßnahme, weil allen voran die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune (AGFK) grundsätzlich dafür wirbt, Einbahnstraßen für Radfahrer zu öffnen. Für den Autofahrer sollte es künftig selbstverständlich sein, dass Einbahnstraßen von Radfahrern in Gegenrichtung befahren werden dürfen, lautet die Argumentation.

Kritiker verweisen im Fall der Webergasse darauf, dass es sich dort ohnehin um eine sehr enge Fahrbahn handelt - und daran würde sich auch durch den Wegfall von zwei Stellplätzen an einer besonders engen Stelle nichts ändern.

Interessant: Obwohl sich Polizei und Ordnungsamt gegen eine Öffnung der Webergasse für Radler in beide Richtungen ausgesprochen hatten, stimmte der Senat für Stadt- und Verkehrsplanung sowie Bauwesen im April dieses Jahres mehrheitlich für die neue Regelung in der Webergasse.