Gegen TBC hilft keine Impfung. Dieses fränkische Kabarettisten-Trio ist bei seinen Bühnenauftritten scheinbar ganz unvermeidlich von höchst ansteckender Wirkung. Auch der jüngste Personalwechsel von "TBC"-Urgestein Helmut Vorndran zu Michael A. Tomis hat offenkundig keine Auswirkung auf die Anziehungskraft. "Ausverkauft" - das Etikett beim Gastspiel im "Schwarzen Bären" in Beiersdorf ist fast schon eine Selbstverständlichkeit.

Aber vielleicht ist es ja auch diese Form von personeller Frischzellenkur, die dem Trio seine anscheinend fast abnutzungsfreie Wirkung auf der Bühne bewahrt hat. Schließlich galt das ja schon 2002 für Florian Hoffmann, der damals Mäc Härder folgte. Beim satirischen Jahresrückblick will es sogar fast so scheinen, als sei "TBC" nie homogener gewesen. Die Pointen zünden, das Spiel mit dem Publikum liegt augenscheinlich auch "TBC"-Neuling Michael A. Tomis. Zwischen Polit-Skandalen und kuriosen Trends bei der Suche nach den passenden Namen für den Nachwuchs bleibt reichlich Raum für ironische Sticheleien. Da wird dann im Jahr des NSA-Skandals Max Raabes Hit "Kein Schwein ruft mich an" beinahe zwangsläufig zum verzweifelten Hilferuf "Kein Schwein hört mich ab".

Das Publikum im "Schwarzen Bären" zeigt sich in bester "TBC"-Manier amüsiert. Und schon wartet das nächste Gastspiel an gleicher Stelle - die Wiederholung des Jahresrückblicks am 24. Januar. Und war dann immer noch nicht genug haben sollte, kann gleich am folgenden Tag das neue "TBC"-Programm buchen. Titel "Lachablösung".