Der DFB-Kontrollausschuss hat das Ermittlungsverfahren gegen Cedric Teuchert abgeschlossen (Tageblatt vom 20. Januar). Die Untersuchungen gegen den Coburger Fußballprofi aufgrund eines möglichen Verstoßes gegen die DFB-Rechts- und Verfahrensordnung beim Bundesliga-Spiel seines FC Union Berlin gegen Bayer 04 Leverkusen (1:0) wurden demnach eingestellt. Ein Fehlverhalten lag beim Siegtorschützen nicht vor.

Hübner für zwei Spiele gesperrt

Sein Teamkollege Florian Hübner wird dagegen aufgrund unsportlichen Verhaltens im gleichen Spiel für zwei Partien gesperrt und mit einer Geldstrafe in Höhe von 20 000 Euro belegt. Für die Beleidigung seines Gegenspielers Nadiem Amiri hatte sich der Abwehrspieler im Anschluss an die Partie bei diesem entschuldigt. Der Verdacht einer rassistischen Beleidigung hat sich nicht bestätigt.

Wie bereits berichtet, bestand der Verdacht, dass Teuchert während der Partie gegen die Werkself "mit zwei geäußerten Sprüchen gegen die Vorgaben der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung verstoßen haben könnte." Das ist nachweislich nicht der Fall. Die Ermittlungen waren nach Angaben des DFB komplex, zumal es unterschiedliche Darstellungen des Sachverhalts gab.

In der Startelf gegen Leipzig

Am Mittwochabend im Auswärtsspiel der Berliner bei RB Leipzig stand Teuchert in der Startformation - sicher auch ein Vertrauensbeweis von Trainer Urs Fischer, der damit die zuletzt starken Leistungen von Teuchert als "Joker" würdigte.

Bei der 0:1-Niederlage der "Eisernen" hatte der 24-Jährige in der Anfangsphase sogar den Führungstreffer auf dem Fuß, wurde jedoch in letzter Sekunde wegen einer knappen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Nach gut einer Stunde wurde der ehemalige Coburger Jugendspieler dann ausgewechselt.

Teuchert kehrte mit der Union-Elf nach der Partie beim Tabellendritten nicht nach Berlin zurück, sondern reiste gleich weiter nach Bayern, da die "Köpenicker" am Samstag beim FC Augsburg ran müssen. Ob Teuchert dann erneut in der Startelf von Union steht, wird sich zeigen müssen. Bereit dazu ist der ehrgeizige Coburger auf jeden Fall, er brennt auf seinen vierten Saisontreffer.