Am Anfang hatte Stefan Binzenhöfer Skepsis gegenüber Spieler mit russischem Migrationshintergrund, doch die ist beim Locals-Spielertrainer lange gewichen.
Bis zu sechs Grad über den Gefrierpunkt werden am Sonntag im Landkreis erwartet und somit könnten die ersten Nachholspiele in der Kreisliga tatsächlich stattfinden. Was am Wochenstart - bei bis zu minus 15 Grad - noch unmöglich erschien, rückt nun näher und näher: Der Start in die zweite Saisonhälfte für einige Kreisliga-Kicker.
Definitiv gespielt werden soll zum Beispiel auf dem neuen Rödentaler Kunstrasenplatz, auf dem die Einberger "Rothosen" Aufsteiger TSVfB Krecktal empfangen. Aber auch für
Coburg Locals soll es losgehen. Coach Stefan Binzenhöfer und seine Truppe ist für den Fall der Fälle gewappnet.
Die Vorbereitung der Locals lief mehr als zufriedenstellend. Das Team um Kapitän Carsten Wank holte sich bei einem vier Tage langen Trainingslager in Pilsen den letzten Schliff. "Es waren sehr gute Voraussetzungen mit dem Kunstrasen und vor allem konnten wir mit den 21 Mann richtig gut arbeiten", freut sich Stefan Binzenhöfer.
Das Nachholspiel gegen die DJK Lichtenfels kann also kommen, denn die Coburger haben nach der 1:2-Hinspielpleite etwas gutzumachen. Ob allerdings am Sonntag tatsächlich gespielt wird, entscheidet sich erst kurzfristig, da der Coburger Kunstrasen belegt ist und der Platz an der Rodacher Straße - wie die meisten - nur schwer bespielbar sein dürfte. Zur Winterpause rangieren die Locals auf einem guten 6. Tabellenplatz und wären daher zu Hause gegen den Tabellen-13. in der Favoritenrolle.
Die Lage in der Liga
Weiterhin aber bleibt Platz 12 das Minimalziel der Vestestädter. "Wir wissen wo wir herkommen und auch wenn wir jetzt knapp eineinhalb Jahre erfolgreicher waren, kann es ganz schnell auch wieder anders laufen." Bei dieser Einschätzung wirkt der 39-Jährige sehr locker. Der in Würzburg geborene Binzenhöfer sieht den Abstiegskampf ab Rang 5 und spricht von der 40-Punkte-Marke zum sicheren Klassenerhalt.
Mit vier möglichen Absteigern ist diese Rechnung durchaus nachvollziehbar und dazu brauchen die Locals noch 16 Punkte in den ausstehenden 13 Partien.
Personelle Veränderungen
Trotz der guten Entwicklung besteht aber auch Handlungsbedarf. "Wir sind das älteste Team der Liga und daher müssen wir versuchen, den ein oder anderen jungen Kicker dazuzubekommen", auch da klingt Binzenhöfer zuversichtlich.
Fest steht, dass Chris Tahiri aus Grub zur kommenden Saison zurückkommt. Aber auch mit anderen talentierten und auch routinierten Spielern stehen die Locals in Gesprächen. Hierbei kann der Verein um Abteilungsleiter Alexander Sapov mit einem hervorragenden Teamspirit werben und hoffen, dass sich noch der eine oder andere ihrem Verein anschließt.
Konstanz auf dem Trainerposten
Sicher ist zudem, dass Stefan Binzenhöfer eine Saison bei den Locals dranhängt. Seine anfängliche Skepsis auch gegenüber den vielen Spielern mit russischem Migrationshintergrund ist gänzlich gewichen: "Alle sind Pfundskerle und bestens integriert. Trotz ihrer Erfahrung sind alle wissbegierig und ziehen hervorragend mit. Die taktischen Vorgaben und der Einsatz der Jungs stimmen, so dass es einfach Spaß macht, mit ihnen zu arbeiten."