Der HSC 2000 Coburg muss im stressigen Dezember 2020 bereits am Mittwochabend wieder zurück auf die Platte. Zu Gast in Coburg ist der Tabellenachte Frisch Auf Göppingen (13:11 Punkte). Anwurf in der HUK-Arena ist bereits um 18 Uhr (live auf Sky).

1. Bundesliga

HSC 2000 Coburg (20.) -

Frisch Auf Göppingen (8.)

Nachdem gegen Melsungen der Knoten mit dem ersten Saisonsieg geplatzt ist, dürfte das Team von Trainer Alois Mraz besonders heiß sein. Während der HSC in der heimischen Arena noch auf Punkte wartet, ist er in der Rothenbach-Halle in Kassel, wo die MT Melsungen ihre Heimspiele austrägt, noch ungeschlagen. Auf den Vorschlag, nun alle Partien dort auszutragen, antwortet Mraz mit einem Schmunzeln: "Da müssen wir Jan mal fragen, ob das machbar ist."

Doch einmal mehr wird sein Team gut eingestellt versuchen, einer etablierten Mannschaft ein Bein zu stellen. "Mental war es schwer, aus dieser langen Negativserie herauszukommen, doch hoffe ich, dass dieser Erfolg bei uns noch mehr Positives auslöst, befreiend wirkt", so Mraz. Seine Mannschaft soll daran anknüpfen und gegen Göppingen "noch eine Schippe drauflegen".

Einen Schwachpunkt beim Coburger Gegner könnte die Torhüterposition darstellen. Denn keiner der Göppinger Schlussleute liegt bei der Fangquote unter den Top 25 der Liga, während HSC-Tormann Konstantin Poltrum mit die meisten Paraden im Oberhaus aufweisen kann. Doch Mraz ordnet ein: "Das ist immer ein Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart."

Wie schwer es die Göppinger einem machen können, bekam der Bergische HC am vergangenen Sonntag zu spüren. Keine Mannschaft führte mit mehr als zwei Toren, am Ende gab es ein Remis. Von der Spielanlage her erwartet der HSC-Coach den Gegner ähnlich ausgelegt wie Melsungen mit einer offensiven, zupackenden Abwehr, gegen die sein Team wie in Melsungen die Räume dahinter nutzen soll. In Melsungen führte das dann zu einigen Toren am Kreis und neun Strafwürfen. Doch Göppingens Trainer Hartmut Mayerhoffer wird dies nicht entgangen sein und sein Team entsprechend darauf vorbereiten.

"Wir wollen hinten wie vorne unsere Zweikämpfe gewinnen, müssen auf Smarason und Heymann aufpassen sowie auf Kneule, der gut im Eins-gegen-Eins agiert. Und selbst müssen wir noch effektiver abschließen als zuletzt", gibt Mráz die Marschrichtung vor und fügt an: "Wir schauen auf uns."

Trotzdem gilt es ein waches Auge auf den isländischen Nationalspieler Janus Smarason zu werfen, der als Spielgestalter ein gutes Auge für den Nebenmann hat, selbst torgefährlich ist und sich ebenfalls gut im Eins-gegen-Eins durchzusetzen vermag.

Coburg wird weiter auf Kapitän Andreas Schröder verzichten müssen. "Das Spiel kommt für ihn zu früh. Ich würde mich zwar freuen, wenn es klappt, gehe aber nicht davon aus", erklärt Mraz. Der HSC-Trainer hofft, dass Schröder zu den weiteren wichtigen Spielen gegen Essen und Ludwigshafen zurückkehrt, ehe es danach zum Jahresabschluss zu den Rhein-Neckar Löwen geht. Doch nun gilt es für die Coburger erst einmal am Mittwoch den Überraschungssieg gegen Melsungen zu vergolden.

Die Aufgebote:

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum, Apfel - Nezhad, Sproß, Billek, Nenadic, Varvne, Schikora, Zetterman, Dettenthaler, Kurch, Zeman, Neuhold, Grozdanic

Es fehlen: Preller, Schröder, Knauer, Mustafic (alle verletzt)

Trainer: Alois Mraz

Frisch Auf Göppingen: Rebmann, Kastelic - Neudeck, Kneule, Heymann, Bagerstedt, Ellebaek, Smarason, Schiller, Goller, Hermann, Zelenovic, Kozina

Trainer: Hartmut Mayerhoffer

Schiedsrichter: Steven Heine / Sascha Standke