Viel Zeit, sich auf den ASV Hamm-Westfalen vorzubereiten, hatte Brian Ankersen nicht. Am Donnerstag leitete der neue Trainer des Handball-Zweitligisten seine erste Trainingseinheit, am Samstag (19.30 Uhr) gibt er sein Debüt.

2. Bundesliga

HSC 2000 Coburg - ASV Hamm-Westfalen

Viel Zeit zum Kennenlernen hatte Ankersen nicht. Seit Dienstag ist der 33-jährige Däne in seiner neuen sportlichen Heimat. Am Mittwoch standen erste Gespräche mit den Spielern an, bevor Ankersen die HSC-Profis am Donnerstag zum ersten Mal in die Halle bat. "Die vergangenen Tage waren sehr stressig und chaotisch", sagt Ankersen. Nach erfolgreichen Gesprächen mit HSC-Geschäftsführer Jan Gorr ging alles ganz schnell. "Ich konnte mich leider nicht einmal richtig von meinen Mädels in Bietigheim verabschieden. Das ist schade, weil wir ein dickes Band hatten", sagt Ankersen.

Bei der SG BBM Bietigheim arbeitete der Däne erfolgreich im Nachwuchs. Bei den Männern, die er interimsweise trainiert hatte, empfahl er sich für höhere Aufgaben. Nun soll er den HSC Coburg wieder in die Spur bringen. Seine erste Aufgabe ist aber keine einfache. Am Samstag gastiert der ASV Hamm-Westfalen in der Coburger HUK-Arena. Der ASV hat in der laufenden Saison nur ein Spiel verloren und zuletzt die ambitionierten Klubs HSG Nordhorn-Lingen (35:30) und Bietigheim (30:24) geschlagen.

"Sie haben sich gut verstärkt und vor allem mit Dani Baijens an Qualität gewonnen", sagt Ankersen über den kommenden Coburger Gegner. Während Hamm mit Selbstvertrauen in die Vestestadt kommt, hat der HSC drei Niederlagen in Serie und einen Trainerwechsel im Gepäck. Bei der 26:29-Niederlage in Nordhorn, dem letzten Spiel von Ex-Trainer Alois Mraz, fehlten dem HSC Tobias Varvne, Florian Billek und Stefan Bauer. Hinter dem Einsatz von Spielmacher Varvne (muskuläre Probleme) steht nach wie vor ein Fragezeichen. Dafür stehen Billek und Bauer, so Ankersen, dem HSC Coburg gegen Hamm wieder zur Verfügung.