Nach dem Ende des Puppenfestivals war es in den letzten Wochen ruhig im Neustadter Spielzeugmuseum. Mit dem Genießermarkt steht jetzt die nächste Veranstaltung bevor. "Der Genießermarkt ist kein reiner Verkaufsmarkt. Er soll ein Erlebnis mit allen Sinnen sein", sagt Museumspädagogin Alexandra Taschner. 17 Handwerker und Kunsthandwerker werden am Sonntag vor Ort im Museum sein. "Es gibt Vorführungen und Workshops. Bei einer Kräuterpädagogin können Besucher zum Beispiel Badesalz oder Duftsäckchen selber machen."

Handwerk und Kunsthandwerk

Eine strikte Trennung zwischen Handwerkern und Kunsthandwerkern gibt es nicht, die Aussteller können beides sein: "Wenn ein Schnitzer Holztiere herstellt, gehört das zum Handwerk. Wenn er Schmuck herstellt, dann zum Kunsthandwerk”, erklärt Alexandra Taschner den Unterschied. Am Sonntag kommen unter anderem eine Töpferin, eine Weidenkunstflechterin, ein Bäcker und ein Imker ins Museum. Manche stellen traditionelle und moderne Produkte her.

Die Veranstaltung findet zum ersten Mal mit einem komplett neuen Konzept statt. "Wir wollen den Besuchern eine Mischung aus Bewährtem und Neuen anbieten", erzählt Alexandra Taschner. Vor Corona fand der Markt zur selben Zeit als Herbst- und Adventsmarkt statt und hieß "Kürbisgeist trifft Nikolaus". Die Ausrichtung war eine andere, jetzt liegen die Schwerpunkte auf der Kulinarik und dem Handwerk. "Der Genießermarkt soll nicht jedes Jahr gleich sein, sondern sich immer ein bisschen wandeln."

Flauschige Gäste im Museumsgarten

Neben den insgesamt 17 Handwerkern sind auch Alpakas auf dem Genießermarkt vertreten. "Die Alpakas aus dem Loquitztal kommen mit einem Team und tierischen Vertretern in den Museumsgarten." Produkte aus der Wolle der Tiere werden zum Verkauf angeboten. Der Ausgangspunkt des Genießermarktes ist die internationale Trachtenpuppensammlung des Museums, die rund 800 Puppen aus 100 Ländern umfasst. An die Sammlung angelehnt wird Essen aus aller Welt angeboten. "Wir bieten verschiedene Gerichte, wie Hot Dogs, Asiatische Teigtaschen, Kürbissuppe und Zwiebelkuchen an", zählt Alexandra Taschner auf. Bei der Planung musste in diesem Jahr coronabedingt einiges berücksichtigt werden. "Wir mussten darauf achten, dass die Speisen gut portionierbar sind und es einen abgetrennten Bereich zum Essen gibt." Davon ausgehend, welche Speisen gut bei den Museumsbesuchern ankommen, soll im nächsten Jahr dann das Angebot durchgewechselt werden.

Glücksrad für die Kinder

Ein Highlight für die Kinder ist das Glücksrad im Keller des Museums. "Beim Einlass erhält jedes Kind einen Drehgutschein. Das Rad dreht sich zum ersten Mal um 11 Uhr und dann immer zur vollen Stunde", kündigt die Museumspädagogin an. Die Preise wurden von Spielzeugfirmen aus Neustadt, Rödental, Coburg und Sonneberg gespendet. Jeder Dreh gewinnt." Wer möchte kann außerdem noch eine Karte ausfüllen und so an der Verlosung des Hauptpreises teilnehmen.

Veranstaltung im Museum

Genießermarkt Am Sonntag, 24. Oktober, findet von 10 Uhr bis 17 Uhr der Genießermarkt im statt. Es gelten die regulären Eintrittspreise und die 3G-Regel.

Lesung Am 24. November, Mittwoch, liest die Autorin Kati Naumann aus ihrem Roman "Wo wir Kinder waren" im Spielzeugmuseum. Das Buch handelt von einer Sonneberger Spielzeugfirma.

Ausstellung Am 1. Advent eröffnet eine Weihnachtsausstellung.