Die Schaumberger Straße ist eine Spielstraße mit Geschwindigkeitsbeschränkung. Obwohl sie einen verkehrsberuhigten Bereich mit Parkverbotszonen und Parkzeitbeschränkung hat, muss sie Tag für Tag regen Verkehrsfluss von Autos verkraften. Die Straße wird stark frequentiert - die Menschen wollen zur Musikschule und Eisdiele, zu Gesundheitsstandorten und der Zweiradwerkstatt sowie der Bankfiliale und dem Versicherungsbüro. All das reiht sich hier aneinander.

Ob durch eine Einbahnregelung eine gewisse Beruhigung zu erreichen wäre, damit befasste sich am Mittwoch der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss unter Leitung von Bürgermeister Michael Keilich (CSU). Dabei war trotz einiger Anregungen kein einstimmiges Votum über erforderliche Schritte zu erzielen. Die Ausschussmitglieder stimmten schließlich dafür, ein externes Ingenieurbüro mit der Ausarbeitung eines Verkehrskonzeptes zu beauftragen. Dieses Konzept soll in einer weiteren Sitzung Grundlage für erforderliche Maßnahmen sein.

Verkehr in Nebenstraßen: Sonnefelder Ausschuss beschließt Tempolimits

Einigkeit dagegen bestand darüber, die "Lange Wiese", also die 150 Meter lange Erschließungsstraße, die von der Bieberbacher Straße nach Süden abzweigt, zum verkehrsberuhigten Bereich mit Geschwindigkeitsbeschränkungen zu erklären. In diesem Bereich ist auch ein voll erschlossenes Baugebiet, in dem rund zehn Anliegerbauplätze inzwischen weitgehend vergeben oder bebaut sind.

Gefährlich geht es manchmal in der Straße Schafberg zu. Eigentlich ist die Teilstrecke der B303 alt zwischen Rathaus und Ortsausgang in Richtung Gestungshausen/Mitwitz für Lkw und Gefahrguttransporte in beide Richtungen gesperrt - und das schon seit Freigabe der neuen B-303-Ortsumgehung. "Was als Verkehrsberuhigung und Maßnahme gegen den Durchgangsverkehr, gegen Lärm und Luftverschmutzung gedacht war, wird täglich missachtet", stellte der Bürgermeister fest und erzählte, dass er das zu spüren bekomme, weil der eigentlich verbotene Verkehrsfluss an seinem Büro im Rathaus vorbeikomme. Und das seien nicht nur Fahrzeugführer von Lkw mit ausländischem Kennzeichen.

Keilich vermutet, dass sich diese Fahrer, die durch den Schafberg donnern, auf veraltete Navis verlassen - oder ein paar Kilometer einsparen wollen. Weil das ein Ende haben soll, will sich die Gemeindeverwaltung zusammen mit zuständigen Behörden Gedanken über geeignete Maßnahmen zur dauerhaften Abhilfe machen. Ob eine deutlichere Beschilderung schon beim Abzweig nahe der Hummelkreuzung Erfolg verspricht, soll auch geprüft werden.