Bis ins Jahr 2005 reichen erste Gedanken zurück, ein innerörtliches Erholungsgebiet zu schaffen. Jetzt ist die Realisierung als "Mehrgenerationenpark Klostergarten" in greifbare Nähe gerückt. 6000 Quadratmeter groß und konzipiert als Treffpunkt und Aufenthaltsort, in dem "Nichtstun" und Entspannung vom Alltagsstress ebenso zum Zug kommen sollen wie Freizeitbeschäftigungen für Jung und Alt. Das unterstrich Bürgermeister Michael Keilich, als das Projekt bei der Jah-resschlusssitzung des Gemeinderates am Dienstag besprochen wurde. Liegen soll der Park zwischen Klosteranlage, Bushaltestelle, Domänenareal und Martin-Luther-Straße bis hin zum Freizeit-Reitgelände.

Vom Architekturbüro Freiraumpioniere (Weimar) erläuterte Marcus Hamberger den Entwurf, in den viele Ideen eingeflossen sind. Die Pläne sehen drei Spielplätze für verschiedene Altersgruppen, eine Picknickwiese als Treffpunkt sowie mit Tischen und Bänken versehene Ruhemöglichkeiten, das Naturerlebnis Bachlauf, einen Kleinkinderbereich, 300 Meter mit Lichtpunkten beleuchtete Parkwege, fünf Stationen fest installierte Sportgeräte und Rad- und Gehwege vor. Der Baumbestand soll einbezogen und erhalten werden.

Im März soll es losgehen

Wenn das Wetter mitspielt, soll mit dem Bau im März begonnen werden; die Fertigstellung der Tief-, Landschaftsbau- und Pflanzarbeiten könnte im Herbst 2021 sein, da zeigte sich der Planer zuversichtlich. "Das wird keine Luxusanlage", betonte Bürgermeister Keilich unter Verweis auf die Kosten von 770000 Euro. Die Gemeinde erwartet zweckgebundene Spenden in Höhe von 80 000 Euro sowie eine 60-prozentige Förderung. Trotzdem äußerte Günter Engel mit Blick auf die Haushaltslage Bedenken zur Finanzierbarkeit und sorgte beim Beschluss für eine Gegenstimme.

Bereits im September hat der Gemeinderat eine Fremdfirma mit der Gebührenkalkulation für Wasserver- und Abwasserentsorgung der Stammgemeinde und ihrer Ortsteile für 2021/22 beauftragt. In der Sitzung wurde dann das Problem bekannt: Gemeindekämmerer Heiko Lech sagte, das beauftragte Unternehmen sei nicht imstande, das Ergebnis so rechtzeitig vorzulegen, dass absehbare Gebührenanpassungen wie vorgesehen zum Jahresbeginn 2021 in Kraft treten können. Da griff der Gemeinderat zum Notnagel Rückwirkungsbeschluss: Den rechtlichen Vorgaben ist genüge getan, wenn die Gebührenschuldner noch im Haushaltsjahr 2020 über mögliche Gebührenänderungen (vermutlich Erhöhungen!) vorab informiert sind, sagte der Kämmerer. Das ausstehende Kalkulationsergebnis für Grund- und Verbrauchsgebühren könne dann rückwirkend behandelt und satzungsgemäß beschlossen werden. Dieser Vorgehensweise stimmten die Gemeinderäte ohne Bedenken zu.