Gemünda
Wettkampf

Spannender Wettbewerb der Jugendfeuerwehren in Gemünda

Wo es nur Gewinner gibt? Beim Jugendleistungsmarsch der Feuerwehren im Seßlacher Stadtteil Gemünda profitierten alle Beteiligten.
Die Jugendlichen zeigten was sie gelernt haben und brachten mit einem gezieltem Strahl aus der Kübelspritze in Windeseile den Eimer zu Fall . Foto: Gabi Arnold
Die Jugendlichen zeigten was sie gelernt haben und brachten mit einem gezieltem Strahl aus der Kübelspritze in Windeseile den Eimer zu Fall . Foto: Gabi Arnold
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Bevor am Samstagvormittag der Startschuss fiel, wirkten die Teilnehmer des Jugendleistungsmarsches noch entspannt, nur wenige warfen einen letzten Blick auf die theoretischen Fragen. Dies sollte sich schnell ändern: Immerhin 51 Jugendgruppen der freiwilligen Feuerwehren der Städte und Gemeinden des Landkreises hatten sich auf dem Sportplatz des TSV Gemünda versammelt, um sich dem Wettbewerb um den begehrten Pokal zu stellen.

Am Ende überzeugte die Jugendfeuerwehr Oberelldorf/ Merlach im B-Teil die Jury und ist damit der Ausrichter im nächsten Jahr. Im A-Teil traten die jüngeren Teilnehmer im Alter von 13 bis 14 Jahren an. Hier erreichte die Jugend aus Breitenau/Großwalbur die höchste Punktzahl.


Umgebung und Ort bestens geeignet

Im vergangenen Jahr hatten zwar die Seßlacher den Wettbewerb gewonnen, dennoch entschied man sich als Ausrichtungsort für Gemünda. Mit gutem Grund: Die Umgebung und der Ort eigneten sich bestens, sagte der Erste Vorsitzende des TSV Gemünda und Stadtrat Carsten Höllein.

Die zwölf Stationen waren auf einer Strecke von knapp vier Kilometern weitläufig verteilt in der malerischen Landschaft, aber auch im Ort. Zum Beispiel bei der Schule, auf dem Dorfplatz bei der Kirche, bei der Zehntscheune oder im Café Mohnbiene mussten die Mädchen und Jungen Schnelligkeit, Geschick und Köpfchen unter Beweis stellen.


Entscheidend war der olympische Gedanke

Kreisbrandrat Manfred Lorenz hieß die jungen Leute am frühen Morgen auf dem Sportplatz willkommen. "Einige von euch sind vielleicht noch schläfrig, aber die Spannung wird steigen, und das ist die Voraussetzung für eine gute Leistung", sagte er. Aber entscheidender als ein vorderer Platz sei allemal der olympische Gedanke, betonte er. Deshalb lautete sein Rat: "Nehmt es sportlich und denkt daran, es kann nur einen ersten Platz geben."

Landrat Michael Busch (SPD) ging einmal mehr auf die Bedeutung der Feuerwehren im Landkreis ein. "Wir brauchen die Feuerwehren und deshalb ganz ganz herzlichen Dank, dafür dass ihr dabei seid." Er lobte auch die Organisatoren des Wettbewerbs und die vielen Helfer und erinnerte daran, dass mit dem 30. Marsch heuer ein kleines Jubiläum gefeiert werde.


"Ihr seid die Zukunft unserer Wehren"

Für den Seßlacher Bürgermeister Martin Mittag (CSU) waren ohnehin alle Teilnehmer Gewinner. "Weil ihr die Zukunft unserer Wehren seid", betonte das Stadtoberhaupt. Los ging es: Die jüngeren Teilnehmer von zwölf bis 13 Jahren absolvierten in Vierergruppen den A-Teil, den Anfang machten Lukas Florschütz, Adrian Fertsch, Florian Wolf und Manuel Schultheiß, die an einem Gestell verschiedene Knoten in kurzer Zeit möglichst perfekt knüpfen sollten, welche Knoten, dies entschied das Los. Im B-Teil gingen die Teilnehmer in Zweiergruppen an den Start. Hier zeigten die Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren, was sie gelernt und immer wieder eingeübt hatten. Als Team traten zum Beispiel Lea Barnikol und Christina Matuschek aus Neustadt an, die in den Uniformen bei strahlendem Sonnenschein und schwülwarmen Temperaturen ganz schön ins Schwitzen und aus der Puste kamen. Sie rannten und verkuppelten innerhalb einer bestimmten Zeit Saugschläuche miteinander. Die Schiedsrichter prüften im Anschluss genauestens, ob die Kupplung auch vollständig geschlossen war, und vergaben dementsprechend die Punkte. "Wir haben uns gut vorbereitet, dreimal die Woche geübt und möchten den ersten Platz erreichen", sagten die beiden jungen Frauen siegessicher und schon marschierten sie weiter zur nächsten Etappe.

Das Auswerfen eines doppelt gerollten Schlauches, der Zielwurf mit der Feuerwehrleine oder auch das Zuordnen von Ausrüstungsgegenständen zählten zu den Aufgaben, die ein Anwärter beherrschen sollte. Während bei der Schule das Aufziehen von Geräten gezeigt wurde, war im Neubaugebiet am Ortsrand die Treffsicherheit gefragt: Mit der Kübelspritze musste ein Eimer treffsicher zu Fall gebracht werden, was einigen Anwärtern auch auf Anhieb gelang.

Ergebnisse Teil A:
25 Jugendgruppen
Platz Jugendgruppe
1 Breitenau/Großwalbur
2 Froschgrund
3 Mährenhausen/Breitenau 1
ohne Platzierung
Ahlstadt
Altenhof
Bad Rodach 1
Bad Rodach 2
Bad Rodach 3
Bad Rodach/Rossach
Bergdorf
Dörfles-Esbach
Ebersdorf/Ahorn
Fechheim/Aicha
Froschgrund/Rödental
Gauerstadt/Heldritt
Kleinwalbur 1
Kleinwalbur 2
Mährenhausen/Breitenau 2
Neustadt bei Coburg/Froschgrund
Oberelldorf/Unterelldorf 1
Rothenberg/Unterelldorf 2
Weißenbrunn am Forst
Weitramsdorf
Wildenheid 1
Wildenheid 2

Ergebnisse Teil B:
27 Jugendgruppen
Platz Jugendgruppe
1 Oberelldorf/Merlach
2 Großwalbur 1
3 Meilschnitz/Froschgrund
4 Bergdorf
5 Dietersdorf
6 Autenhausen/Merlach
7 Oberelldorf/Rothenberg/Merlach
8 Elsa 1
9 Bad Rodach
10 Ebersdorf bei Coburg
ohne Platzierung
Ahorn
Altenhof/Bad Rodach
Buchenrod
Ebersdorf/Ahorn/Bad Rodach
Elsa 2
Gauerstadt
Gauerstadt/Heldritt
Großwalbur 2
Haarbrücken
Mährenhausen/Breitenau/Sülzfeld
Neustadt bei Coburg 1
Neustadt bei Coburg 2
Oberelldorf/Autenhausen
Rödental/Steinrod
Rossach
Weißenbrunn am Forst
Weitramsdorf