Sana Klinikum Coburg eröffnet neue Sektion für Handchirurgie
Autor: Redaktion
Coburg, Freitag, 21. August 2026
Das Sana Klinikum Coburg hat eine neue Sektion für Handchirurgie eröffnet und erweitert damit das Angebot in der regionalen Gesundheitsversorgung.
Eine Tasse halten, eine Jacke schließen, einem Kind die Hand geben: Erst wenn die Hand schmerzt oder nicht mehr richtig funktioniert, zeigt sich, wie sehr sie unseren Alltag bestimmt. Um Patienten der Region gezielter zu versorgen, hat das Sana Klinikum Coburg eine Sektion für Handchirurgie gegründet. Die Leitung übernimmt Dr. Maximilian Heitmann; organisatorisch ist die Sektion in die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Piltz eingebunden.
Die neue Sektion deckt das gesamte Spektrum der Handchirurgie ab - von der Notfallversorgung nach Sturz- und Schnittverletzung bis zur differenzierten Behandlung chronischer Beschwerden. Dazu zählen die Versorgung von Knochenbrüchen an Hand und Handgelenk, die Behandlung von Band- und Sehnenverletzungen nach Sport- oder Alltagsunfällen sowie die Therapie von Nervenengpasssyndromen wie dem Karpaltunnelsyndrom.
Auch Arthrosen der Finger- und Handgelenke, überlastungsbedingte Erkrankungen wie schnellender Finger, rheumatische Veränderungen, angeborene Fehlbildungen und Spätfolgen nach früheren Verletzungen gehören zum Behandlungsspektrum. Je nach Befund setzt das Team dabei auf sorgfältig abgestimmte konservative und operative Therapien.
Konservative Maßnahmen wie Schienenversorgung und eine strukturierte Handtherapie in enger Zusammenarbeit mit Physio- und Ergotherapie werden dort eingesetzt, wo sie nachhaltig helfen.
Wenn ein Eingriff notwendig ist, kommen minimalinvasive Verfahren und arthroskopische Eingriffe am Handgelenk zum Einsatz. Rekonstruktive Operationen an Sehnen und Bändern sowie Nerven- und Gefäßnähte unter dem Mikroskop oder der Lupenbrille sind ein weiterer Schwerpunkt.
Bei fortgeschrittener Arthrose werden gelenkerhaltende Techniken, Versteifungen oder Teilprothesen individuell nach Alltags- und Belastungsprofil ausgewählt. Für Patientinnen und Patienten mit komplexen Funktionsverlusten eröffnet die Sektion zudem innovative rekonstruktive Optionen, etwa mit Systemen wie der Daumensattelgelenk (sog. Touch®)-Prothese oder einer Handgelenksprothese (sog. Motec®-Prothese), wenn etablierte Verfahren nicht ausreichen.
"Wir wollen Menschen in der Region schnell und zielgerichtet helfen - von der präzisen Diagnostik bis zur individuell passenden Therapie", sagt Prof. Dr. med. Piltz, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. "Unser Anspruch ist, Funktion und Schmerzfreiheit so gut wie möglich wiederherzustellen - mit bewährten Verfahren und dort, wo sinnvoll, mit innovativen Technologien."