Hochbetrieb auf dem Jahrmarkt der vokalen Eitelkeiten. Wenn Tenöre gleich im schick frisierten Dutzend die Bühne des Coburger Kongresshauses entern, darf sich das Publikum auf allerlei singende Kraftmeierei, auf (gespielte) Gockeleien in hohen und höchsten Lagen einstellen.

"The 12 Tenors" nennt sich eine reisende Truppe junger Vokalisten aus den USA und Polen, aus Großbritannien und Deutschland, die seit Jahren durch die Lande reist und schon manche personelle Fluktuation erlebt hat. Bozen und Bamberg, Donaueschingen und Heidelberg, Saarbrücken und Leipzig - so liest sich ein flüchtiger Auszug aus dem dicht getakteten Reiseplan der Truppe. Insgesamt mehr als 80 Auftritte in knapp dreieinhalb Monaten - ein wahrer Marathon der Spitzentöne.