In der Gemeinde Niederfüllbach gibt es eine Reihe von Problemen, vor allem lang geplante Projekte ziehen sich über Monate in die Länge oder stagnieren völlig. Aktuell betrifft dies den dritten Abschnitt im Rahmen der Städtebauförderung. Dieser umfasst die Erneuerung der Brücke bei der Gaststätte und die Neugestaltung der Parkstraße.


Folgt Besuch im Planungsbüro?

Das Konzept des ausführenden Planungsbüros wurde, für die Gemeinde völlig überraschend, als nicht förderfähig zurückgewiesen. Seitdem lassen sich die ausführenden Planer in Niederfüllbach nicht mehr blicken. "Eigentlich waren sie zweimal zur Sitzung eingeladen", so Bürgermeister Martin Rauscher. Statt dem persönlichen Erscheinen lagen dem Gemeinderat schriftlich verschiedene Varianten zur Gestaltung des Brückengeländes vor. Dieses Verhalten fand der CSU-Fraktionssprecher Kilian von Pezold sonderbar. "Das ist so, als ob man eine Einbauküche plant und über den Spaghettitopf berät." Corinna Leicht (ÜWN) stellte die Frage in den Raum, ob das Büro überhaupt noch Interesse an einer Zusammenarbeit habe. Bastian Büttner (CSU) erinnerte darin, dass die Städtebauförderung auch die Anwohner betreffe. "Es ist schade für die Bürger, die erneuern wollen und jetzt im Regen stehen gelassen werden", sagte er. Tina Großmann (ÜWN) unterbreitete den Vorschlag einen Sachstandsbericht an die Anwohner zu liefern. "Damit diese wissen, wo das Versäumnis liegt." Von Pezold appellierte an die Adresse des Bürgermeister, dieser solle selbstbewusster aufzutreten. Als Auftraggeber könne man mit Nachdruck ein klärendes Gespräch zu suchen. Fakt sei, dass das Gesamtkonzept nicht gefördert werde und somit die Regierung momentan keine Mittel zusage. Ein Planungsbüro sollte aber im Vorfeld wissen, dass beispielsweise der Straßenbau nicht förderfähig sei. "Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg zum Propheten kommen", sagte er und schlug damit vor, das Planungsbüro aufzusuchen.


Anschluss verzögert sich

Eine weitere Kröte, die die Gemeinde schlucken muss, ist der Brückenneubau der DB-Projektbau entlang der ICE-Neubaustrecke am Sandweg. Der Anschluss des verlegten Sandweges und die Vollsperrung verzögert sich nach Aussage von Bürgermeister Martin Rauscher. Der Grund: Das Straßenbauamt Bamberg fordert Änderungen an den Plänen. Da die Gehwegführung an der B 303 zu wenig sicher an der Einmüdung endet, soll diese nach Osten verschoben werden, sodass der Einbiegeradius drei Meter außerhalb der bestehenden Fußgängerführung aufhört. Der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses beschäftigt den Gemeinderat ebenfalls seit vielen Sitzungen.
Details zum Dachaufbau - ob nun Begrünung oder nicht - konnten noch nicht besprochen werden, da laut Rauscher noch keine Zahlen über die Kosten vorliegen. Immerhin gab der Bürgermeister bekannt, dass gemeinsam mit dem Bauausschuss besprochen wurde, dass Haus insgesamt um ein, zwei Meter abzusenken und je Eindrittel Frauen-Umkleidekabine und Zweidrittel Umkleidekabinen für Männer integriert werden.

Der Neubau soll an die alte Bäckerei anschließen. Damit der Ausbau des Vereinshauses gefördert wird, hat Kilian von Pezold gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Backvereins Siegfried Schleifenheimer eine dicke Konzeptmappe erstellt, die von Pezold bei der Regierung persönlich vorgelegen möchte. Auch die Wohnung für Flüchtlinge im ehemaligen Computerzentrum ist noch nicht bezugsfähig, Frank Gallinsky (CSU) zeigte sich verwundert, dass noch keine Türen bestellt wurden.


Sammeltaxi als Bürgerservice

Der Gemeinderat stimmt den Antrag auf Beteiligung am Anrufsammeltaxi als zusätzlichen Bürgerservice, zunächst für ein Jahr, zu. Es entstehen Kosten in Höhe von 2500 Euro.