Niederfüllbach
Planung

Niederfüllbach findet einen Kompromiss mit der Bahn

Die Gemeinde hat in der Auseinandersetzung mit der Deutschen Bahn eine Lösung gefunden, wie ICE-Brücke und der Bahnübergang am Sandweg unter einen Hut gebracht werden können.
Im Zuge des Neubaus der ICE-Trasse und des Brückenbaus bei Niederfüllbach wird die Einmündung vom Sandweg (links) auf die B 303 überplant. Der Einmündungsbereich soll deutlich größer werden, außerdem wird ein neues Gehwegteilstück den Fußgängern einen sicheren Übergang gewährleisten. Foto: Gabi Arnold
Im Zuge des Neubaus der ICE-Trasse und des Brückenbaus bei Niederfüllbach wird die Einmündung vom Sandweg (links) auf die B 303 überplant. Der Einmündungsbereich soll deutlich größer werden, außerdem wird ein neues Gehwegteilstück den Fußgängern einen sicheren Übergang gewährleisten. Foto: Gabi Arnold
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Im Zuge des Neubaus der ICE-Trasse errichtet die DB-Projektbau ein Brückenbauwerk. Wie mehrfach berichtet, geschieht dies gegen den Willen der Gemeinde Niederfüllbach. Die Baumaßnahme hat zur Folge, dass der bestehende, höhengleiche Bahnübergang am Sandweg neu überplant werden muss. Die DB-Netz AG hat die Ingenieurgesellschaft Gnauert & Partner GmbH damit beauftragt. Die Planung wurde an das Staatliche Bauamt Bamberg weitergeleitet, die Mitteilung lag den Räten vor. Auch eine Besprechung fand laut Bürgermeister Martin Rauscher (FW) diesbezüglich statt. "Wir haben einen guten Kompromiss gefunden", lautete Rauschers Fazit.
Die Planung sieht vor, dass der Anschluss des Sandweges an die Bundesstraße B 303 im Kreuzungsbereich optimiert wird. Die Radien der Ein- und Ausfahrten sollen demnach geringfügig vergrößert werden, um den Sicherheitsbereich der Gleisanlagen nicht zu gefährden.
Durch die Vergrößerung werde die Überlagerung der Schleppkurven durch größere Fahrzeuge vermieden. Den Sandweg dürfen auch Traktoren mit zwei Anhängern, 3-Achs-Lkw und Pkw mit Einachssegelfluganhängern benutzen, die zum Flugplatz Steinrücken fahren.

Für größere Lastzüge ist der Sandweg nicht ausgelegt, da es sich um einen ausgebauten Wirtschaftsweg mit einer Breite von 4,75 Metern handelt. Der Anschluss an die B 303 wird sich gegenüber der aktuellen Situation deutlich vergrößern. Außerdem soll ein Fußweg, der momentan noch in einem Feldweg endet, laut Planung parallel zur B 303 bis in den Kreuzungsbereich weitergeführt werden. Es entsteht ein neues Gehwegteilstück, das den Fußgängern einen sicheren Weg außerhalb des Einmüdungsbereichs ermöglicht.

Der evangelische Kindergarten Waldwiese soll saniert werden, dafür wird momentan eine Bedarfsplanung erhoben. 69 Plätze sind bereits genehmigt, diese können bei Bedarf erhöht werden. "Vorher muss aber ein Bedarfsplan vorliegen", sagte Arno Luthardt von der Verwaltung. Die Sanierung sieht zwei getrennte Eingänge vor, einer davon soll als Fluchtweg ausgewiesen werden. Dem stimmte das Gremium zu.


Straße wird neu geteert

Gegen die Stimme von Frank Gallinsky (CSU) sprachen sich die Räte für ein Nachtragsangebot zur Straßensanierung im Bereich des E-Centers aus. Bürgermeister Rauscher erachtet es als sinnvoller, die 75 Meter komplett abzufräsen und zu teeren, anstatt, wie ursprünglich geplant, einzelne Schäden auszubessern. "Dadurch entstehen natürlich Mehrkosten", sagte Rauscher. Den Betrag wollte er im öffentlichen Teil der Sitzung aber nicht nennen.


Gemeinde erwirtschaftet Überschuss

Kämmerer Michael Heß legte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Niederfüllbach den Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2014 vor. Nach seinen Worten wurde ein Überschuss erwirtschaftet und der Rücklage 2015 zurückgeführt. Das Geld könne nun für Investitionen verwendet werden.
Bürgermeister Martin Rauscher (FW) dankte während der Sitzung Tina Albus für 25-maliges Blutspenden.