"Wir wollen Menschen mit ihren Hunden helfen", betonte Vorsitzender Matthias Knauer, als er bei der Hauptversammlung des Vereins für Gebrauchshunde (VfG) Neustadt den Vereinszweck beschrieb.

"Es geht uns nicht ums Geldverdienen, das überlassen wir privaten Hundeschulen", stellte Matthias Knauer fest. Beim VfG werden die Einnahmen für den Erhalt des Vereinsgeländes An der Krämere gebraucht. Einnahmen, das sind hier die Beiträge der inzwischen 77 Mitglieder. "Wir waren mal mehr als 100 Mitglieder, aber es haben sich einige abgemeldet, die älter geworden sind und keinen Hund mehr haben, oder die lange nicht da waren und nur noch als Karteileiche in der Liste standen."

Einnahmen kommen auch aus den Kursen, die der Verein für Hundebesitzer anbietet. Viele kommen mit ihrem Welpen, um einen Kurs über drei Monate zu belegen.
"Hier helfen wir den Leuten, ihren Hund besser zu verstehen, seine Bedürfnisse kennenzulernen und erste grundlegende Schritte in der Erziehung zu gehen", erklärt Knauer. Dafür muss niemand Mitglied im Verein werden. Und anders als viele Vereine macht der Verein im Winter keine Pause bei der Welpenschule.

Wer weiter mit seinem Hund beim VfG trainieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. "Wir trennen die Ausbildung in die zwei Richtungen Sporthunde und Familienhunde", erklärt Ausbildungswartin Kerstin Dorschner. Die Sporthundegruppe verfolgt das Ziel, die Hunde (und vor allem auch die Hundeführer) auf die Begleithundeprüfung vorzubereiten. Diese ist dann Voraussetzungen für die Teilnahme an den Wettbewerben im Rahmen des VdH-Hundesports. Der Verein selbst bietet Dummy-Arbeit (Apportieren) unter der Leitung von Daniela Meier und Agility unter der Leitung von Nicole Seifert an.

"Alle Ausbilder arbeiten bei uns ehrenamtlich", betont Kerstin Dorschner. Nur Kosten für die ständig erforderliche Weiterbildung und Qualifikation trägt der Verein.
Für die Gruppe der Familienhunde gilt: "Wir wollen, dass die Leute Hunde bekommen, mit denen sie überall hingehen können", wie Kerstin Dorschner erklärt. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Hund bei den Kommandos alles so exakt nach Prüfungsordnung ausführt. Gelernt wird auch hier viel, wie die Ausbildungsleiterin versichert.

"Bei allem ist uns aber wichtig, dass alle Spaß haben und eben was mit ihren Hunden machen", betont Matthias Knauer. Dafür gibt es dann Wanderungen, Feste, und Aktionen wie die Gaudirallye, eine Art "Spiel ohne Grenzen" für Mensch und Hund. "Alles in allem sind wir ein kleiner völlig hundeverrückter Haufen", beschreibt Knauer seinen Verein, dessen Vorsitzender er für die kommenden drei Jahre bleibt, nachdem ihm bei der Wahl während der Hauptversammlung einstimmig erneut das Vertrauen ausgesprochen wurde. Stellvertretende Vorsitzende ist Bettina Lutz, Schriftführerin und Ausbildungsleiterin Kerstin Dorschner, Kassierer Roland Uhr.