Bei einem fröhlichen Laternenfest des Museums- und Heimatvereins haben kleine und große Besucher am Samstagabend im Garten den Spielzeugmuseums den Sommer gemütlich ausklingen lassen. Ihre hübschen Laternen hatten die drei- bis elfjährigen Mädchen nachmittags in der "Kinder.Kreativ.Werkstatt" angefertigt.

Museumspädagogin Alexandra Taschner hatte wieder herrliche Bastelideen parat. Egal ob Figurenlaternen oder Windlichter, die Mädchen hatten schnell ihre Lieblingsmotive für sich entdeckt. Emma (9) wählte einen lustigen Fliegenpilz, ihrer Schwester Hanna (11) gefiel der witzig herausspitzende Fuchs.

"Alexandra, kannst du mir helfen? Ich glaube, ich schaffe das allein nicht", war sich Hanna nicht ganz sicher. Übrigens sind die Schwestern hier oft zu finden, wenn in der Bastelstube des Museums etwas los ist.

Die Jüngste war erst drei

Fabienne (4) saß derweil brav am Basteltisch und fand alles mächtig spannend. Sie war mit ihrer Omi gekommen. An ihren ersten Museumsbesuch, als sie mit Weihnachtsplätzchen mit ihrer Oma backen durfte, erinnerte sie sich gleich und strahlte. Diesmal wollte sie einen niedlichen Igel basteln: "Das macht mir so viel Spaß, ich freue mich schon sehr darauf."

Mit ihren drei Jahren war Klara die Jüngste im Bastelatelier. Mit ihrer Mama beklebte das kleine Mädchen ihr Laternchen mit lauter fröhlichen Herzchen, bunten Glitzersteinchen und einem Schleifenband. Klaras Großeltern machten es sich derweil im Museumsgarten gemütlich.

Die Geschwister Adriane (5) und Sophie (7) waren aus Kulmbach in das Neustadter Museum gekommen. "Wir waren noch nie hier. Aber unsere Mama schaut immer ins Internet, wo etwas Spannendes für uns los ist", erzählte Sophie stolz. "Das Laternenfest machte mich neugierig", lachte ihre Mama. Und schon hatte die Kulmbacher Familie ihr Wochenendvergnügen in der bayerischen Puppenstadt gefunden.

Bei dieser Gelegenheit inspizierten Adriane und Sophie noch das geheimnisvolle Untergeschoss des Museums, in dem der Weihnachtsmann seinen Sommerschlaf hält. "Wir haben Schneewittchen und die sieben Zwerge entdeckt und ganz viele Puppen. Und wir haben gesehen, wie Puppenkinder gemacht werden", erzählte Adriana den Eltern faszinierend.

Erleichterte Veranstalter

Im Museumsgarten wurden die Bäume bis zum Abend mit den kleinen Kunstwerken geschmückt, die in der Dämmerung ihren leuchtenden Auftritt haben sollten.

Es war das dritte Laternenfest, das der Neustadter Museums- und Heimatverein ausrichtete. "Wir sind echt froh, dass wir trotz der Corona-Pandemie dieses schöne Fest durchführen konnten", zeigte sich Vereinsmitglied Mandy Dollas-Brandner sichtlich erleichtert.