Mit nackten Beinen durch Pfützen laufen, Wasser stauen, mit den Händen in den weichen Matsch greifen - das macht den Kleinen am meisten Spaß. Die größeren Kinder toben auf dem Kletterturm herum und jagen die Rutsche nach unten. Andere krabbeln durch das Spielhäuschen, schaukeln oder drehen sich auf dem Karussell. Die jüngsten Beiersdorfer haben ihren neuen Spielplatz in Besitz genommen.

Der Leiter des Grünflächenamts, Bernhard Ledermann, lächelt zufrieden. "Eigentlich hatte der vom Stadtrat beschlossene Bedarfsplan für Beiersdorf nur zwei Spielplätze vorgesehen. Aber wir haben festgestellt, dass in diesem Bereich hier über 100 Kinder wohnen und spielen wollen", sagt er. Eine Elterninitiative hatte im vergangenen Jahr über 700 Unterschriften für die Erhaltung des Spielplatzes im Zentrum des Stadtteils gesammelt. Auch die Kinderbeauftragte Bianca Nestmann hat sich dafür eingesetzt.
Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens wünschten sich nachdrücklich einen Umbau. Sie machten auch gleich Vorschläge, wie der neu gestaltete Platz aussehen sollte. Die Kinder unterstrichen ihre Wünsche durch Zeichnungen. Ihre Ideen wurden berücksichtigt.

Wünsche der Kinder erfüllt

"Die Kinder haben sich mit ihren Wünschen durchgesetzt", stellt Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU) fest. Und selbst für die "Großen" gibt es eine Möglichkeit, sich auszutoben: An den Spielplatz schließt sich auf der "Sommerwiese" ein Bolzplatz mit zwei Toren an. "Dorthin kommt man auch über einen kleinen Geheimpfad", ergänzt Birgit Weber und meint damit die höhlenartig verwachsenen Bäume und Hecken, die zwischen beiden Plätzen stehen.

Gegen die Erneuerung des Spielplatzes an der Beiersdorfer Straße gab es im vergangenen Jahr Widerstand durch den Bürgerverein. Einige Mitglieder und der Vorsitzende Cord Seegers befürchteten, dass damit unverrückbare Tatsachen geschaffen und damit die über viele Jahre verfolgte Idee von einem Ortsmittelpunkt mit Veranstaltungswiese zu Grabe getragen werde. Dem widerspricht Christiane Zinoni-Peschel vom Grünflächenamt. "Die Bolzwiese ist jetzt gemäht und kann auch für Veranstaltungen genutzt werden."

46.000 Euro für die Neugestaltung

46 .000 Euro flossen in die Neugestaltung. Außer dem beliebten Kletterbogen, der demnächst noch neu gestrichen wird, sind alle alten Geräte verschwunden. Neu sind der große Turm in der Mitte des Platzes zum Klettern, Rutschen und Balancieren. Eine Hängematte neben dem Turm lädt zum Entspannen ein. Es gibt ein Spielhäuschen und eine Picknick-Bank für die Kleinen sowie Bänke und Tischgruppen für die Eltern.

Das Karussell und die Doppelschaukel haben sich die Kinder gewünscht, ein "Bautrupp" von Grünflächenamt erfüllte ihnen diesen Wunsch. Den Matschbereich mit Wasserspiel, Muldenrinne und Staumöglichkeiten haben die Auszubildenden des G rünflächenamts angelegt.