So hat jetzt der dort tätige Staatssekretär Bernd Sibler (CSU) auf einen Brief von Coburgs Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) geantwortet und ihm dabei durchaus Hilfe seitens des Freistaats angeboten. Wörtlich heißt es in dem Antwortschreiben an Kastner: "Hinsichtlich der ausgefallenen Vorstellungen bitte ich Sie, beim Landestheater Coburg die Höhe des für diese Spielzeit zu erwartenden Einnahmeausfalls feststellen zu lassen. Gerne sage ich Ihnen zu, die in Folge des Wasserschadens entgangenen Einnahmen bei der Bemessung des laufenden Zuschusses des Theaterbetriebs im Haushaltsjahr 2014 im Rahmen eines einmaligen Sonderzuschusses zu berücksichtigen." Heißt konkret: Der Freistaat wird eine Art Ausgleichszahlung tätigen; dem Landestheater soll, was die entgangenen Einnahmen betrifft, kein Nachteil entstehen.

Das klingt erfreulich - doch Bernd Sibler geht in seinem Brief auch auf die eigentlichen Sanierungsarbeiten ein, und da sind seine Mitteilungen weniger erfreulich. Sibler schreibt: "Es ist anzustreben, dass im Zuge der Notsanierung keine Baumaßnahmen erfolgen, die bei der geplanten Generalsanierung wieder zurückgebaut werden müssten, so dass im Ergebnis gewissermaßen zweifach saniert würde." Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommen sollte, die besagte Generalsanierung doch einfach vorzuziehen und mit der nach dem Wasserschaden erforderlichen Notsanierung zu verbinden, stellt Sibler noch klipp und klar fest: "Sofern die Schadensbehebung erfordern sollte, dass Baumaßnahmen vorgezogen werden, die eigentlich im rahmen der Generalsanierung durchgeführt werden sollten, möchte ich zu bedenken geben, dass das bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hierfür derzeit über keine Haushaltsmittel verfügt."
Das bedeutet: Der Freistaat hat aktuell kein Geld, um eine Generalsanierung - oder zumindest Teile davon - bereits jetzt anzugehen.

Bernd Sibler bietet dem Coburger Oberbürgermeister, der zugleich Vorsitzender des Theater-Verwaltungsausschusses ist, aber einen Kompromiss an: "Gerne stelle ich Ihnen in Aussicht, dass in Gesprächen erörtert werden könnte, inwieweit Vorleistungen der Stadt Coburg auf den von ihr bei der Generalsanierung zu erbringenden Anteil angerechnet werden können." Sprich: Sollte das zeitliche Vorziehen bestimmter Maßnahmen der Generalsanierung sinnvoll sein, müssten die damit verbundenen Kosten von der Stadt vorgelegt werden.