Den Vorschlag zu dieser Nachbarschaftsvereinbarung hatte die thüringische Stadt Schalkau gemacht. Mit der Vorbereitung für diese Vereinbarung wurde die Verwaltung in der Sitzung am Donnerstag vom Gremium einstimmig beauftragt.
Die Anregung war von der Schalkauer Bürgermeisterin Ute Hopf gekommen. Seit der Wende 1989 verbinde beide Kommunen ein freundschaftliches Verhältnis, erklärte der Lautertaler Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) . Es gebe regelmäßige Partnerschaftstreffen. Auch politisch und gesellschaftlich arbeite man gut zusammen, unter anderem im Tourismusbereich und im Feuerwehrwesen. Die seit fast drei Jahrzehnten bestehenden Verbindungen sollen noch weiter ausgebaut werden. Das betreffe den politischen Erfahrungsaustausch, die Zusammenarbeit im kulturellen und sportlichen Bereich sowie in der Jugend- und Seniorenarbeit. Auch gegenseitige Schulbesuche wurden angeregt. Dabei sollen neben den kommunalen Gremien und Einrichtungen auch die Vereine und gesellschaftlichen Organisationen bei Interesse mitwirken, betonte Straubel.


Film ab!

Nach dem großen und stetig wachsenden Interesse der Bevölkerung in den vergangenen Jahren soll es heuer in Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement eine Neuauflage des Kinosommers in Lautertal geben, beschloss der Gemeinderat bei einer Gegenstimme. Die Kosten belaufen sich auf circa 4500 Euro. Als Veranstaltungsort ist erneut die Mittelschule Am Lauterberg vorgesehen. "Es wird zwei Blockbuster und einen Klassiker geben", informierte Bürgermeister Sebastian Straubel. Die bisher beteiligten Vereine werden wieder zur Unterstützung der Bewirtung angesprochen. Als mögliche Termine werden 24. bis 26. August (Wochenende) oder 30. Juli bis 2. August (wochentags) ins Auge gefasst und an das Regionalmanagement gemeldet.

Das Gremium behandelte die Anregungen aus den Bürgerversammlungen, von denen viele bereits vor Ort oder in der Zwischenzeit abgearbeitet worden sind. Nochmals geprüft wird eine Anfrage von Axel Stiller zur Installation einer Beleuchtung entlang des Fußweges Baugebiet am "Fröschengraben". Mehrere Anfragen betrafen Verkehrsprobleme, Fußwege und Geschwindigkeitsübertretungen. Der Bürgermeister erklärte an Beispielen, dass die Kommune hier weiter aktiv bleibe. Ein Radweg zwischen Tierklinik und Apotheke in Unterlauter wird gewünscht. Straubel verwies hier auf die Zuständigkeit des Landkreises, mit dem man Verbindung aufnehme. Ganz oben auf der Agenda der Kommune bleibt das von Jürgen Damm in der BV Unterlauter angesprochene Thema für "Betreutes Wohnen", man werde sich intensiv bemühen und Verhandlungen mit möglichen Trägerorganisationen führen, so der Bürgermeister. Wenig Hoffnung machte er in Sachen zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen auf der Autobahnbrücke. Hier brauche man neue Verkehrszahlen, werde sich aber weiter bemühen.

Bernd Flurschütz (BV Tiefenlauter/Neukirchen) bemängelte, dass nach der großen Fahrplanumstellung der DB die Anbindung der oberen Ortsteile nicht mehr gewährleistet sei. Pendler müssten Wartezeiten von bis zu einer Stunde in Kauf nehmen. Online erhalte man im Reisecenter der Bahn keine Auskunft über die Busanbindung Coburg-Lautertal. Die neuen Busfahrpläne seien noch nicht in der Onlineauskunft der DB hinterlegt, teilte der Dritte Bürgermeister Hans Rauscher (ÜPW) mit. Die Verwaltung werde sich zur Klärung mit der Stabsstelle ÖPNV und der OVF in Verbindung setzen.

Ralf Scheler sprach über den Wunsch zum besseren Ausbau der Radwege Richtung Unterlauter. Bereits in der Versammlung hatte Sebastian Straubel erklärt, dass der Ausbau des gemeindlichen Radwegenetzes sukzessive erfolge und auch im Haushalt 2018 dafür Gelder vorgesehen seien.
Auch eine Jungbürgerversammlung hat stattgefunden. Daraus gab es folgende Anregungen der Kinder und Jugendlichen: Kunstrasenplatz beim dem neuen Spielplatz; Badesee in Lautertal; ein Jugendhaus beim neuen Spielplatz; Jugendtreff bei den Lagerhallen von Pazdera; Skatepark beim neuen Spielplatz; Imbiss in Lautertal; Kinder-Gemeinderat; "Berliner Kissen" im Rosenauer Weg; Obstgarten für die Kinder; Bushäuschen für die Schulkinder an der Bushaltestelle Rosenauer Weg; Ergänzung des Jugendatlasses mit den Trainingszeiten.

Dass Bürgerinitiativen wegen der Ungerechtigkeiten in der Straßenausbausatzung schon erheblichen Druck machen, griff Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan (SPD) auf und regte in der Gemeinderatssitzung an, als Gemeinde nicht nur alles "auf Eis" zu legen, sondern ein Protestschreiben an die entsprechenden öffentlichen Stellen zu schicken. "Stillhalten alleine reicht nicht", betonte Rebhan. Sebastian Straubel nahm den Vorschlag auf.


Wichtige Bekanntgaben durch Bürgermeister Sebastian Straubel:

- In nichtöffentlicher Sitzung hat der GR das Planungsbüro Reuther NetConsult mit Arbeiten im Bundesbreitbandförderprogramm zur Untersuchung der "Weißen Flecken" im Netz beauftragt (Kosten rund 31 000 Euro).

- Lautertal kauft für den öffentlichen Raum fünf Defibrillatoren für insgesamt 7000 Euro.

- Für die Verbesserung der Beleuchtung in den beiden Kindergärten "Klecks" und "Kunterbunt" werden 14 500 Euro investiert. Mit der Planung ist das Büro KSR aus Rödental beauftragt worden.

- Für die Sanierung des kleinen Sitzungssaales im Rathaus erfolgten Auftragsvergaben: Malerarbeiten (Firma Lützelberger, Lautertal: 2600 Euro); Bodenbelagarbeiten (Firma Lützelberger, 2440 Euro), Mobiliar an Firma Inwerk aus Rödental, 1150 Euro; Stühle (Fiorma Zachert, Ebersdorf, 3200 Euro); Elektroarbeiten: Firma Greiner, Rödental (2900 Euro).

- Das Urnenfeld auf dem Friedhof Unterlauter wird um 70 Plätze erweitert.

- Der bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder und MdL Jürgen W. Heike haben die Gemeinde über Schlüsselzuweisungen in Höhe von 1, 239 Millionen Euro informiert.