Bühling stand von 2008 bis 2014 an der Spitze der Gemeinde. Ursprünglich hätte er vor zwei Jahren noch einmal für das Bürgermeister-Amt kandidieren können und wollen - aber schon da machte ihm seine Krankheit zu schaffen, weshalb Bühling schweren Herzens auf eine erneute Kandidatur verzichtete. Die CSU nominierte stattdessen Sebastian Straubel, der auch zum Nachfolger Bühlings gewählt wurde.


Zahlreiche Ämter bekleidet

Bei der Lautertaler CSU war Hermann Bühling über Jahrzehnte hinweg die tragende Säule. Schon bei der Gründung des Ortsverbandes vor rund 40 Jahren war er mit dabei, danach bekleidete er zahlreiche Ämter: Ortsvorsitzender, Gemeinderat, Kreisrat und stellvertretender Bürgermeister.
In zweiten Durchgang der Kommunalwahl 2008 setzte sich Hermann Bühling gegen Hans Frieß (Freie Wähler) durch und wurde dann hauptamtlicher Bürgermeister.


"Wir verlieren einen wirklich guten Freund"

Bühlings Nachfolger, Sebastian Straubel, zeigte sich von der Nachricht vom Tod seines Vorgängers "bestürzt, fassungslos und unendlich traurig". Die Gemeinde verliere mit Hermann Bühling einen ihrer profiliertesten Politiker. Dieser habe sich seit 32 Jahren für seine und Lautertaler eingesetzt. "Ich konnte immer auf Hermann zählen. Egal was war, ich konnte Hermann immer um Rat fragen. Wir verlieren aber vor allem auch einen wirklich guten Freund", sagte Straubel.


Zahlreiche Projekte angestoßen

Obwohl Hermann Bühling nur sechs Jahre an der Spitze der Gemeinde Wirken konnte, hat er zahlreiche Projekt angestoßen, weitergeführt oder abgeschlossen. Dazu gehören die Planung und der Bau der Kinderkrippe "Sonnenschein", der Umbau des Kindergartens "Kunterbunt", der erste Teil der Breitbandversorgung, die Rathaussanierung sowie die Ausweisung von Bauplätzen und die Ausweisung des Gewerbegebietes "Reutersgasse".
Bis zuletzt beteiligte sich Hermann Bühling als Mitglied des Kreistages aktiv am kommunalpolitischen Geschehen. Nachrückerin für Bühling im Kreistag ist nach dem Ergebnis der Kommunalwahl Barbara Hölzel. Die Kreisvorsitzende der Frauen-Union stammt ebenfalls aus Lautertal.