Die Bauhöfe des Landkreises Coburg haben sich über eine neue Mähtechnik informiert. Diese soll kleine Tiere davor schützen, aufgesaugt oder erdrückt zu werden.
Wie mähen wir in Zukunft? Wie das Landratsamt Coburg berichtet, haben sich die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei sowie verschiedener Bauhöfe aus der Region kürzlich mit dieser Frage beschäftigt und sich die insektenfreundlichen Mähgeräte des Herstellers Mulag vorführen lassen.
Bei der neuesten Mähtechnik geht es um fünf wesentliche Punkte: Im Gras sitzende Lebewesen, wie Libellen, Bienen oder Schmetterlinge sollen beim Mähen durch eine Aufscheuchvorrichtung aufgescheucht und Blütensamen abgeschüttelt, statt vernichtet werden.
Um Bodenlebewesen besser zu schützen, beträgt die Schnitthöhe statt bisher vier bis acht Zentimeter künftig 10 bis 15 Zentimeter, die Abrollwalze ist zudem so gestaltet, dass die Bodenlebewesen nicht erdrückt werden. Die Schneidelemente sind so an das Mähgerät angebracht, dass der Kontakt zwischen Insekten und Schneidwerkzeug möglichst gering ist.
Das Ansaugsystem zum Aufsagen des Mähgutes ist so gestaltet, dass deutlich weniger Insekten und Blütensamen aufgesaugt werden.
Bis zu 70 Prozent der Insekten können durch diese neue Mähtechnik gerettet werden, wie Untersuchungen verschiedener Universitäten gezeigt haben.