Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Così fan tutte" ist ab Freitag, 11. Juni, 19.30 Uhr, in einer besonderen Onlineproduktion auf dem YouTube-Kanal des Theaters - www.youtube.com/c/LandestheaterCoburg - zu sehen. Vier Wochen lang haben die Zuschauer die Gelegenheit, das zweieinhalbstündige Dramma giocoso in zwei Akten jederzeit anzuschauen.

Besonderes Opernerlebnis

Unter Coronabedingungen als Eigenproduktion am Haus entstanden - ein Umstand, den die Kostüme des Stücks augenzwinkernd aufgreifen - schuf Regisseur Dominik Wilgenbus ein besonderes Opernerlebnis. Detailaufnahmen der vom Rokoko und vom Rock"n"Roll beeinflussten Kostüme und immer wieder die Totale auf das beständig durch Solisten und Chorsänger bewegte Bühnenbild im Großen Saal des Landestheaters, von dessen Charme sich Ausstatterin Sandra Münchow inspirieren ließ, nehmen den Zuschauer mitten hinein in die Welt des Theaters und in Mozarts komische wie bewegende Oper, die das Phänomen der Liebe im Spannungsfeld von Verrat und Treue, Selbstaufgabe und Freiheit ergründet. Gefilmt hat das Werk Martin Trepl.

Eine ausführliche Besprechung sowie Fotos der Video-Premiere von Mozarts Oper "Cosi fan tutte" am Landestheater Coburg finden Sie hier

"Schule der Liebenden"

Der Handlungsrahmen ist so einfach wie spannend in der "Schule der Liebenden", wie Wolfgang Amadeus Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte ihr letztes gemeinsames, 1790 in Wien uraufgeführtes Werk, im Untertitel nannten: "So machen es alle!", klärt Don Alfonso seine Freunde Ferrando und Guglielmo über die Untreue der Frauen auf - auch deren Verlobte Dorabella und Fiordiligi bildeten da keine Ausnahme.

Die jungen Männer weisen dies empört zurück und nehmen die Wette an: Verkleidet versuchen sie die Verlobte des jeweils anderen zu verführen. Was als leichtfertiges Experiment und erotisches Spiel beginnt, wird zunehmend bitterer Ernst ...

Im Verwirrspiel der Liebe zu erleben sind die Solisten Rannveig Káradóttir als Fiordiligi, Kora Pavelic als Dorabella, Daniel Carison als Guglielmo und Peter Aisher als Ferrando. Michael Lion schlüpft in die Rolle des zynischen Drahtziehers Don Alfonso und in der Rolle der Despina

Alfonsos rechter Hand - zu sehen ist Dimitra Kotidou. Gesungen wird in italienischer Sprache, die Untertitel von Musiktheaterdramaturgin Dorothee Harpain ermöglichen ein müheloses Verfolgen aller Geschehnisse und Verwicklungen.

Dorothee Harpain ist es auch, die die Zuschauer im integrierten Pausengespräch mit Regisseur Dominik Wilgenbus und dem musikalischen Leiter Johannes Braun noch einmal näher an die Produktion und die Hintergründe ihrer Entstehung heranholt.

Übrigens: Am Sonntag, den 3. Oktober, kommt "Così fan tutte" dann auch live auf die große Bühne des Landestheater Coburg.

Link zum Stück (gültig ab Freitag, 11. Juni, 19.30 Uhr): www.landestheater-coburg.de/ltchome/cosi-fan-tutte/