Der Soldatenfriedhof Coburg wird neu gestaltet und damit auch aufgewertet. Die rund 400 Gedenksteine erhalten eine neue Einfassung und werden neu bepflanzt.

Auf dem Coburger Soldatenfriedhof wird Gefallener des deutsch-französischen Kriegs um 1870 sowie der beiden Weltkriege gedacht. Die jetzige Gestaltung der Kriegsgräber aus den 1980er Jahren mache wegen der vielen wassergebundenen Flächen viel Arbeit, erklärte Bernhard Ledermann, Leiter des Grünflächenamtes der Stadt, bei einem Termin auf dem Friedhof. Weil Herbizide auf befestigten Flächen verboten seien, habe sich der Aufwand noch erhöht.

Ein Kopf und zwei Flügel

Für etwa 70000 Euro werden der Kopfbereich mit Denkmal und die beiden Flügel saniert und die Gräber neu geordnet. Die Namensschilder sollen wieder besser lesbar sein, Unkraut soll in den Zwischenräumen keine Chance mehr haben.

Die Einhausung war in einem schlechten Zustand und die Gräber mussten nach vielen Jahren neu geordnet werden. Die Namensschilder waren teilweise schlecht lesbar und die Zwischenräume größtenteils mit Unkraut überwuchert, umschrieb Tobias Debudey, Abteilungsleitung Friedhofs- und Bestattungswesen, den Zustand des Soldatenfriedhofes. "Wir müssen die Pflege im Griff behalten", war deshalb der Gedanke des Amtsleiters. Da die derzeitige Situation kein Dauerzustand sein sollte, habe das Grünflächenamt den Volksbund - Deutsche Kriegsgräberfürsorge in die Planungen mit eingebunden.

Gesamtkosten etwa 70000 Euro

Jährlich seien für den Unterhalt Kosten von etwa 30 000 Euro entstanden, die man nach Abschluss der gesamten Maßnahme nach drei Jahren auf etwa 20 000 Euro jährlich zu senken hofft. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme, also Kopfteil mit Denkmal und den beiden Flügeln, werden sich nach Schätzungen auf etwa 70 000 Euro belaufen. Diese Ausgaben teilen sich zu jeweils einem Drittel der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Freistaat Bayern und die Stadt Coburg.

Ausgeführt werden die Maßnahmen durch Garten- und Landschaftsbauer des Grünflächenamtes und auch Auszubildende können hier Erfahrung sammeln, betonte Ledermann. Pro Abschnitt werden etwa vier bis fünf Wochen veranschlagt und mit der Fertigstellung des ersten Flügels wird Anfang Mai gerechnet.