Der Coburg Hofgarten wird zum Hydepark. Zumindest für eine kurze Videosequenz: Prinz Albert und Queen Victoria machen eine Kutschfahrt. Die Zeitreise an diesem heißen Samstag-Vormittag im Veilchental führt in das London des Jahres 1841, als Edward Oxford ein Attentat auf Queen Victoria verübt.


Prinz Albert als Lebensretter

Doch Prinz Albert wird zum Lebensretter, wirft sich in die Schussbahn, erhält einen Streifschuss und findet auf diese Weise endlich Anerkennung bei den Briten, die zuvor den Prinzen aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha misstrauisch und ablehnend beäugt hatten. Diese Szene wird ein wichtiger Bestand des Musicals "Albert und Victoria" von Ulrike Barz-Murauer, das am 16. September seine Uraufführung im Riesensaal der Coburger Ehrenburg feiern wird.


Weil sich freilich eine Kutschfahrt im Riesensaal nicht live darstellen lässt, sind Marie-Sophie Weidinger und Valentin Fruntke schon mal vorab in die Kostüme von Victoria und Albert geschlüpft und nehmen Platz in der Kutsche für einen Videodreh.


Seit Oktober letzten Jahres laufen die Proben für die Uraufführung, erklärt Ulrike Barz-Murauer, die das Musical getextet und komponiert hat. Zwei Jahre hat sie am Textbuch und an der Musik gearbeitet. Nun bleiben noch knapp drei Wochen bis zur Aufführung. Die Komponistin und Librettistin, die auch Regie führt ist gespannt. Wie wird sich aus den vielen einzelnen Szenen schließlich die Geschichte dieser royalen Liebesgeschichte zusammenfügen?


Proben-Endspurt

"Jetzt kommt es auf die Durchlaufproben an", erklärt Ulrike Barz-Murauer, die dem Coburger Publikum als ehemaliges langjähriges Ensemblemitglied des Landestheaters als vielseitige Musiktheater-Darstellerin bestens in Erinnerung ist und nun in Hamburg freischaffend lebt. Die einzelnen Szenen sind bereits gründlich geprobt, erklärt sie. Dafür hat in den letzten Monaten vor allem Regieassistentin Johanna Popp gesorgt. Jetzt kommt es darauf an, dass das rund 20-köpfige Ensemble aus Laien und Profis die Übergänge und die Abläufe zwischen den Szenen proben kann.


Auch für Ulrike Barz steigt die Spannung. Schließlich ist "Albert und Victoria" das erste Bühnenstück, das komplett aus ihrer eigenen Feder stammt - bis auf eine Komposition von Prinz Albert, die sie eingefügt hat. Sehr neugierig ist sie auf die Resonanz beim Publikum. "Zufrieden werde ich sein, wenn's nicht nur mir, sondern auch anderen gefällt."



Rund um "Albert und Victoria"



"Albert und Victoria"
Musical von Ulrike Barz, die auch inszeniert. Musikalische Leitung Barbara Zeller, Produktionsleitung Siegfried Pecher, Choreografie Robin Höhn, Regieassistenz Johanna Popp, Licht Hanna Mannagottera.

Uraufführung 16. September, weitere Termine: 17., 18., 21., 22., 23., 24., 25. September, jeweils 19.30 Uhr im Riesensaal der Ehrenburg.

Karten gibt es ab sofort in allen Geschäftsstellen der VR-Bank Coburg für 26 Euro (ermäßigt 20 Euro).