"Aufwerten statt abreißen" - das ist die Devise der Jungen Coburger beim Palmenhaus. Die Wählergruppierung liefert auch gleich einige Ideen.
Wie geht's weiter mit dem Palmenhaus im Rosengarten? Mit Blick auf die jährlichen Unterhaltskosten von 70 000 Euro ist im Stadtrat bereits über einen Abriss diskutiert worden - doch dann wurde das Thema erst einmal auf Eis gelegt und allen voran Auwi Stübbe vom Designforum Coburg Oberfranken soll nun mögliche Ideen für eine Rettung des Gebäudes liefern.
Doch auch die Wählergruppierung Junge Coburger (JC), die im Stadtrat zusammen mit der CSU eine Fraktion bildet, meldet sich jetzt mit einigen Vorschlägen zu Wort. Überschrieben ist die entsprechende Pressemitteilung mit der Devise: "Aufwerten statt abreißen". Denn die beiden JC-Stadträte Kurt Knoch und Maximilian Forkel wollen das Palmenhaus auf jeden Fall erhalten.
Dass diejenigen, die das Palmenhaus erhalten wollen, gelegentlich "als Nostalgiker verunglimpft" werden, wie Knoch und Forkel schreiben, können sie nicht verstehen: "Es geht um das Gegenteil von Nostalgie! Es geht um einen attraktiven Anziehungspunkt, vor allem für unsere Kinder, also unsere Zukunft!" Knoch und Forkel verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die "enorme öffentliche Resonanz" auf die angefachte Palmenhaus-Diskussion. Dies würde die "beachtliche Beliebtheit dieses außergewöhnlichen Ortes" zeigen.
Das Palmenhaus aus Spargründen abzureißen oder die Pflanzen und Vögel herauszunehmen, würde laut Knoch und Forkel bedeuten, "den Rotstift ausgerechnet bei den Kleinsten anzusetzen". Und sie erklären: "Als Junge Coburger sehen wir es als unsere Pflicht an, uns an dieser Stelle für die ganz jungen Coburger" einzubringen. Deshalb setze man sich "mit Nachdruck" für den Erhalt des Palmenhauses ein, und zwar unter Beibehaltung der aktuellen Funktion. "Ein Abriss kommt für uns nicht in Frage", stellen Knoch und Forkel klar. Auch eine Umnutzung unter Verzicht auf exotische Pflanzen und Vögel lehne man ab. Optimierungen in Form einer weiteren Attraktivitätssteigerung oder auch von Funktionserweiterungen wären jedoch "ohne Zweifel wünschenswert".