Hoffnung durch Sam-Elfer
Im zweiten Durchgang wirkten die Vestestädter kurzfristig agiler. Daniel Sam bediente seinen Sturmpartner McCullough mit einem finalen Pass in die Tiefe. Der wurde von Daniel Schardt im Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß versenkte Sam (48.) unhaltbar zum 1:2-Anschlusstreffer. Es folgte ein kurzes Aufbäumen, das erneut durch Pfadenhauer (60.) mit dem 1:3 aus kurzer Distanz gestoppt wurde. Die Vorarbeit kam über die linke Außenbahn mit einem Assist von Mohr. Beim 1:4 unterlief Sener (65.) nach einem Zollnhofer-Freistoß ein unglückliches Eigentor. Damit war die Messe gelesen.
Die Statistik
FC Coburg: Oleksandr Churilov - Daniel Kimmel, Eric Heinze, Tevin McCullough, Ricardo König (ab 65. Fabian Carl), Sertan Sener, Daniel Alles, Lars Teuchert, Adrian Guhling, Davide Dilauro, Daniel Sam.
FC Lichtenfels: Jonas Michel - Christoph Mohr, Lukas Schamel, Daniel Schardt, Kevin Wige, Pascal Scholz, Maximilian Pfadenhauer (ab 83. Sebastian Zillig), Fabian Funk, Lukasz Jankowiak, Tobias Zollnhofer (ab 88. Edgar Wagner), Dennis Schunke (ab 45. Mariusz Jankowiak).
Schiedsrichter: Sven Thoma (Oberstreu).
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Maximilian Pfadenhauer (15.), 0:2 Lukasz Jankowiak (25.), 1:2 Daniel Sam (48., Foulelfmeter), 1:3 Maximilian Pfadenhauer (60.), 1:4 Sertan Sener (65., Eigentor).
Gelbe Karten: Ricardo König, Sertan Sener / Daniel Schardt, Pascal Scholz.
Reaktionen
Martins Frust und Gollers Schadenfreude... Ungemütliche Zeiten kommen auf den FC Coburg nach seiner 1:4-Heimpleite am 21. Spieltag der Fußball-Landesliga Nordwest im Nachbarderby gegen den FC Lichtenfels zu. Die Vestekicker rangieren nämlich weiterhin auf Abstiegsrang 17.
Da mehrere Klubs aus der unteren Tabellenhälfte in den vergangenen Wochen fleißig punkteten, beträgt die Distanz zum untersten direkten Nichtabstiegsrang bereits neun Zähler.
Ganz anders gestaltet sich die aktuelle Lage der Korbstädter. Sie starteten mit vier Niederlagen in die Saison, gaben aber nach einer Findungsphase richtig Vollgas. Mit 33 Punkten nehmen sie Rang fünf in der Komfortzone des Klassements ein mit Tuchfühlung zu Rang zwei.
"Wir sind eigentlich gut in die Partie gekommen. Der frühe 0:1-Rückstand erwies sich jedoch als bittere Pille und führte zu einem Bruch in unserem Spiel. Hinten ging die Stabilität verloren. Lichtenfels hat uns mit seiner einfachen, rustikalen und aggressiven Spielweise sowie mit gefährlichen Standards und der Lufthoheit in Kopfballduellen auf die Verliererstraße gebracht", lautete die sachlich-klare Analyse des sichtlich enttäuschten FCC-Coaches Frederic Martin.
Trainer-Reaktionen
Die Freude am Auftreten ihrer Mannschaft vermochte das gegnerische Trainerduo Christian Goller und Oliver Müller nicht zu verhehlen. "Unser Erfolg ist auch in dieser Höhe verdient. Wir waren hochmotiviert und giftig. Es gelang uns, die Coburger Dreierkette mehrmals auszuhebeln.
Kurz vor der Pause hatten wir einige Male Glück. Jetzt wollen wir das Erreichte genießen. Der Sieg im Duell beim Nachbarrivalen bedeutet uns sehr viel", bekannte Christian Goller.
Als Abstiegskandidat verhöhnt
Indirekt deutete er damit die Geschehnisse am Rande der 2:3-Vorrundenniederlag im Karl-Fleschutz-Stadion an, als seine Akteure von Fans des FCC als Abstiegskandidat verhöhnt wurden.
Vor dem Derby in Frohnlach
Am letzten Spieltag vor der Winterpause kommen auf beide Klubs Schlüsselbegegnungen zu. Bereits am Freitag um 19 Uhr steht der FC Coburg im nächsten Derby beim VfL Frohnlach am Scheideweg. Der FC Lichtenfels möchte am Samstag um 16 Uhr zu Hause gegen den Zweiten SV Alemannia Haibach seine positive Jahresbilanz vergolden.