Das Chutney, das das Start-up-Unternehmen Bacuma herstellt, hat nicht viele Zutaten. "In die Sorte ,Orientalisch Würzig' kommen Zucchini, Paprika, Zwiebeln und ein süßsaurer Curry-Sud", zählt Robin Stüllein auf und gibt einen Löffel auf eine Scheibe Weißbrot. Ein Hauptaugenmerk liege darauf, dass das Gemüse bissfest ist. "Wir verwenden außerdem ausschließlich regionale Produkte von einem Bauern aus Straubing und verkaufen das Chutney in kleinen Portionen, dass wenig Reste übrig bleiben."

Bacuma steht für "Bayrische Chutney Manufaktur". Bis Stüllein das Unternehmen im letzten Juni gemeinsam mit zwei Kommilitonen anmelden konnte, war es ein langer Weg. "Ich studiere Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Zu dritt haben wir uns 2018 für das Wahlfach ,Gründung eines Food-Start-ups' angemeldet", erzählt er. Bis feststand, was der Hassenberger und seine Mitgründer Heike Buchner aus Straubing und Georg Schildhauer aus Rosenheim herstellen wollen, sind vier Semester vergangen.

Ein Familienrezept als Ausgangspunkt

"Ursprünglich wollten wir ein Pesto aus bayerischen Heimatkräutern herstellen. Wir wollten ein Produkt entwickeln, das es so noch nicht gab", sagt Stüllein. Die Grundidee für das Chutney sei letztendlich ausgehend von einem Familienrezept entstanden. "Ich habe ein Glas zum Probieren mitgebracht, die anderen beiden kannten noch kein Chutney in dieser Art. Normalerweise gleicht die Konsistenz eher der einer Marmelade und ist als Aufstrich gedacht." Bacuma soll demgegenüber eher eine Soße sein, die als Beilage gegessen wird. "Das Chutney passt auf Burger, zu Reis, in den Nudelsalat, zu Gegrilltem und aufs Brot - eigentlich ist es mit fast allem kombinierbar."

Das erste Rezept für die Sorte "Orientalisch Würzig" war letztes Jahr im Frühling fertig. "Wir haben dann zu Hause rund 100 Gläser hergestellt und eine Umfrage gestartet. Jeder hat die Gläser dann an Freunde und Bekannte verteilt", berichtet der 23-Jährige. Danach wurde das Rezept noch verfeinert.

Nach dem ersten Lockdown im letzten Jahr hatte die Hochschule im Sommer vorübergehend wieder geöffnet. "In unserem Institut gibt es eine Großküche, die wir Studenten nutzen dürfen. Wir konnten uns treffen und an unserer zweiten Sorte ,Bayrisch Fruchtig' arbeiten." Als das Gewerbe schließlich im Juni angemeldet wurde, gab es beide Sorten zu kaufen. Die Sorte "Bayrisch Fruchtig" besteht aus Roter Beete, Meerrettich, Apfel und Senf. Seit September ist auch eine dritte Sorte auf dem Markt: "Unsere neueste Sorte ,Mexikanisch Pikant' hat dieselben Bestandteile wie ,Orientalisch Würzig' - sie unterscheiden sich durch die Schärfe."

Mindestens neun Monate haltbar

Bevor die Corona-Fallzahlen wieder gestiegen sind, haben sich die drei Gründer Anfang des Jahres noch einmal in der Großküche der Hochschule getroffen und eine Charge vorproduziert. "Sonst haben wir uns immer nur zwei Tage getroffen, diesmal eine Woche", sagt Stüllein. Weil die Chutneys mindestens neun Monate haltbar sind, sei dies ohne Probleme möglich.

Bacuma ist mittlerweile an drei Verkaufsstellen im Raum Freising und auf der Website des Start-ups erhältlich. Langsam werden die Produktionskapazitäten knapp, weshalb sich Stüllein und die anderen beiden Gründer nach einem Lohnhersteller umschauen. "Wir verwenden das Gemüse eines Bauern aus Straubing. Für uns ist es wichtig, dass der Lohnhersteller das Gemüse auch verwenden würde - deshalb hat es noch nicht geklappt", sagt Stüllein. Regionalität sei ihm und seinem Team sehr wichtig. Aus diesem Grund soll sich die vierte Chutney-Sorte von Bacuma auch aus Gemüse zusammensetzen, das im Winter Saison hat. "Dann hätten wir zwei Winter- und zwei Sommer-Sorten."

Bestellungen

Auf der Website www.bacuma.de befinden sich alle Informationen zu den Inhaltsstoffen von Bacuma und Rezeptideen. Das Chutney kann über die Homepage bestellt werden.