Die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Untersiemau - Weißenbrunn am Forst ist notwendig und soll auf einer Länge von 570 Metern gemäß Entwurfsplan aus dem Jahr 2019 erfolgen. Die Arbeiten sollen so bald wie möglich ausgeschrieben werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Ausschuss Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU) der Gemeinde am Dienstag bei seiner Sitzung. Zuvor gab es Ortsbesichtigungen. Die Corona-Krise hatte eine Entscheidung im März verhindert. Kosten wird das die Gemeinde voraussichtlich 200000 Euro.

Bis dahin würden, so Ingenieur Jürgen Kittner, Einzelstellen mit Querrissen aufgefräst, Binder und Gewebe eingelegt und vergossen. Der Asphalt werde in einer Stärke von vier Zentimeter abgetragen. Nach Fertigstellung des Unterbaus soll die Straße eine zehn Zentimeter starke Tragschicht erhalten. Somit soll sich die Fahrbahn noch in diesem Jahr ruhig und glatt befahren lassen.

Verzögerung wegen Pandemie

Dagegen müssen die Bürger bis 2021 warten, bis die Verbindungsstraße Obersiemau - Birkach am Forst für insgesamt rund 470000 Euro saniert wird. "Auch hier ist die Pandemie schuld an der Verzögerung", informierte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU). So könnten die Arbeiten erst im Herbst dieses Jahres ausgeschrieben werden. Mit der Ausführung werde somit erst im "zeitigen Frühjahr" begonnen werden. Zu den Sanierungen ist ein Entlastungsbauwerk für Starkregen zwischen den beiden Gemeindeteilen vorgesehen. Denn dort kommen drei Einleitungsgebiete zusammen. Vorher sollen die Kanäle zu Untersuchungszwecken noch befahren werden.

Weitere Bauprojekte

In der Weißenbrunner Seewiesenstraße wird auf Höhe des Anwesens Nummer 2 auf einer Länge von 18 Metern und einer Breite von 1,20 Metern der Gehweg ergänzt und asphaltiert. Der Auftrag wurde im Rahmen der kleinen Tiefbaumaßnahmen 2020 vom Ausschuss einem Rödentaler Unternehmen zugesprochen. Die Kosten werden hier auf rund 7000 Euro geschätzt.

In der letzten Amtsblatt-Ausgabe informierte Rosenbauer, dass der Anschluss an den Kreisverkehrsplatz nach Meschenbach sehr wahrscheinlich bereits im Juli frei gegeben werde. Ursprüngliche Pläne hatten bei Herbst gelegen. Inmitten dieses Baugebiets steht die "Pyramide" - der Obelisk zu Ehren der Herzogin Sophie. Das Baudenkmal zeigt deutliche Schäden. Es ist mit Moosen und Flechten befallen; die Inschriftentafel stark verwittert. Das Gremium beschloss jetzt, den dreiseitigen Obelisken entsprechend den Empfehlungen der Denkmalschutzbehörde durch eine fachlich geeignete Firma reinigen und sanieren zu lassen. Die Kosten betragen etwa 50000 Euro. Das Ingenieurbüro wurde mit den Schritten im Rahmen der notwendigen Leistungsphasen beauftragt. Das Kleinod, das bisher eher ein Dasein im Verborgenen fristete, "bekommt nun durch die neue Straßenführung an gleicher Stelle eine bedeutend bessere Geltung", freute sich der Bürgermeister.