"Gute Gespräche" erwartet sich Jochen Paulfranz von den Energiespartagen, einer kleinen, aber wohl überlegten, Messe, die am Wochenende, 16. und 17. Februar, im Coburger Kongresshaus stattfindet. Weil die Energiespartage schon sechsmal stattgefunden haben, weiß er, dass es diese guten Gespräche geben wird. "Da kommen die, die sich wirklich interessieren. Und die wissen auch, dass sie dort genau die Praktiker und Handwerker treffen, von denen sie Infos haben wollen", berichtet er von den Erfahrungen der vergangenen Jahre.

Sinnvolles Isolieren
Die Handwerker sind es auch, die diese Messe veranstalten. Glaszentrum Knoch aus Coburg, die Hein GmbH aus Neustadt, Heinz Brückner Sanitär und Heizungstechnik aus Großheirath, die Zimmerei Büschel aus Großwalbur und eben seine eigene Firma Wittig & Paulfranz nennt Jochen Paulfranz als die Firmen, die hinter der Messe stecken. "Damit bieten wir eine breite Fachkompetenz, wenn es um sinnvolles Isolieren, Belüften, effizientes Heizen oder eigene Energiegewinnung durch Solartechnik geht."

Paulfranz weiß aber natürlich auch, dass nicht jeder Bauherr sich alles leisten kann, was er gern umsetzen will. Daher rät er: "Man muss seine Wünsche definieren und dann sehen, was technisch und finanziell machbar ist." Genau da sieht er die Stärke der Messe.

Fachvorträge
"Es ist heute nicht mehr einfach, sich im Förderdschungel zurecht zu finden, wenn man bauen, renovieren oder eben energetisch sanieren will", stellt Heike Brückner vom gleichnamigen Sanitär- und Heizungstechnik-Betrieb fest. Allerdings weiß sie auch: "Bei den derzeitigen Bauzinsen lohnt es sich schon, darüber nachzudenken, ob man investiert."

"Wir haben heuer auch erstmals Fachvorträge organisiert. Themen sind zum Beispiel Energetische Sanierung, Schimmel- und Feuchtesanierung, Moderne Fenster, Dämmen im Alt- oder Neubau", zählt sie auf. Außerdem stehen ständig drei Energieberater für die Besucher zur Verfügung und geben Tipps, wie oft schon mit geringem Aufwand die Energiekosten spürbar gesenkt werden können.

Tipps gibt es aber auch zum richtigen Verhalten, wenn die Wohnung erst perfekt gedämmt und energetisch auf Vordermann gebracht ist. "Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass falsches Lüftungsverhalten beispielsweise zu erheblichen Problemen mit Feuchtigkeit und Schimmel führt", berichtet Jochen Paulfranz. Wer nicht ständig zu Hause sein kann, um mehrmals täglich kurz aber gründlich zu lüften, kommt seiner Meinung nach nicht um ein Belüftungssystem herum.

Entweder heizen - oder eben nicht
Nach einem Kardinalfehler gefragt, antwortet er prompt: "Viele Leute haben Räume, die nicht oder ganz wenig geheizt werden. Das wäre kein Problem, wenn es so bliebe." Wenn er aber als Fachmann geholt wird, um Schimmel zu bekämpfen oder Feuchtigkeit zu beseitigen, bekomme er oft zu hören: "Naja, abends machen wir dann die Tür auf, damit es ein bisschen überschlagen wird." Für den Fachmann eine Katastrophe. "Da zieht dann der ganze Dunst ins Zimmer und schlägt sich an den Fenstern und Wänden nieder."

Genau das seien die Probleme, zu deren Lösung die Messe beitragen will, so Heike Brückner. Wer übrigens zum Thema Energie eine eigene körperliche Erfahrung machen will, der darf auf einem mit Muskelkraft Strom erzeugen, der eine Eisenbahn antreibt. Zum Vergleich wird eine Solaranlage Strom erzeugen. "Wer das ausprobiert, spürt am eigenen Leib, was Solaranlagen leisten", lacht sie.