Am Wochenende wird die Sommeroperette Heldritt auf der Waldbühne in gleich vier Galakonzerten unter dem Titel "Gold und Silber" einen bunten Strauß bekannter und beliebter Operettenmelodien präsentieren. Die Operetten-Termine sind eine Hommage an den großen Komponisten Franz Lehár und weitere Meister der Goldenen und Silbernen Operetten-Ära.

Künstlerisch sportlich starteten die Probenarbeiten für die Konzerte am Mittwoch, zwei Tage vor der Premiere. Das sei schon außergewöhnlich, räumt Friederike Möbus, die Pressereferentin der Sommeroperette Heldritt ein, aber die Akteure seien Profis und die Melodien für sie nicht unbekannt. Vor allem aber freuten sich die Künstler, wieder auf der Bühne stehen zu können - mit Abstand, versteht sich.

Mit der Aufführung "Das Land des Lächelns", der ersten Eigenproduktion, hatte die Sommeroperette Heldritt für dieses Jahr große Pläne gehabt. Zur Pressekonferenz Anfang März seien alle noch guter Dinge gewesen: 20 Musiker, zwölf Sänger und Schauspieler, Ballett und Chor, erzählt Möbus. Corona schob einen Riegel vor. Alles musste abgesagt werden. "Aber wir hatten immer die Hoffnung, dass wir doch noch auf die Bühne können, wenn auch mit kleinerem Ensemble, und sind jetzt glücklich und dankbar, dass es tatsächlich möglich ist."

Ein Ensemble der "Musikfreunde Neustadt" unter Leitung von Reinhard Schmidt übernimmt die instrumentale Begleitung und steht in den Probenarbeiten. Auf der Bühne singen sich Rita-Lucia Schneider, Elke Kottmair, Nicola Becht, Michael Mrosek, Christian A. Engelhardt und Harald Wurmsdobler ein. Zweimal kann übrigens heuer auf ein Bühnenjubiläum auf der Waldbühne verwiesen werden. Elke Kottmair feiert ihr 20. und Christian Engelhardt sein 25. Jahr.

Die Moderation der Galakonzerte übernimmt Claus J. Frankl, der den kurzweiligen Operettenstrauß aus der Goldenen und der Silbernen Ära großer Operettenkomponisten für die Waldbühne gebunden hat. Neben bekannten und weniger bekannten Melodien dieser Hoch-Zeiten der Operette werden die Gäste der Galakonzerte auch interessante Geschichten über die Komponisten und auch die eine oder andere amüsante Anekdote zu hören bekommen.

Die Corona-Pandemie stellt die Akteure und alle, die hinter den Kulissen agieren, vor besondere Herausforderungen. Auf der Bühne werden die Abstandsregeln eingehalten, auch bei Duetten. "Mit einer Ausnahme", erklärt Friederike Möbus vorsorglich, sollte sich das Publikum wundern. Denn Rita-Lucia Schneider und Michael Mrosek sind ein Ehepaar.

200 Gäste pro Konzert

Die Zahl der Besucher wird auf 200 je Konzert und somit auf ein Viertel begrenzt. Auch im Zuschauerbereich wird auf Abstand geachtet. Ein Mund- und Nasenschutz bis zum Platznehmen ist Pflicht. Auch in der Pause, so Möbus, sollte darauf geachtet werden.

Die Mitglieder des Heimatvereins Heldritt werden in bewährter Manier auch unter den völlig anderen Umständen eine gastronomische Versorgung anbieten.

Alles in allem, sagt Friederike Möbus, freue man sich riesig auf die Konzerte und aufs Publikum. Und optimistisch rechnet der Verein Sommeroperette Heldritt mit einer "schwarzen Null".

Vorstellungstermine Freitag, 14. August, um 19.30 Uhr; Samstag, 15. August, um 14.30 Uhr und um 19.30 Uhr; Sonntag, 16. August, um 16 Uhr

Tickets Der Kartenvorverkauf erfolgt ausschließlich telefonisch unter 09564/800441 (Mo. bis Fr. 9.30 bis 11.30 Uhr und 17 bis 19 Uhr) und per E-Mail an bestellung@waldbuehne-heldritt.de. Wichtiger Hinweis: Bei Bestellungen muss je eine Kontaktadresse mit vollem Namen und Telefonnummer angegeben werden.

Weitere Informationen Alle wichtigen Informationen rund um den Besuch der Galakonzerte findet man auf den Homepages der Sommeroperette Heldritt und der Waldbühne Heldritt.