In einem ICE mit dem Namen Rödental ist Jürgen W. Heike schon gefahren. In einem Zug, der den Namen der Bayerischen Puppenstadt trägt, aber noch nicht. Das ging nicht, weil es gar keinen solchen Zug gibt. Das wird sich nun ändern. Der CSU-Landtagsabgeordnete machte sich bei der DB Regio AG für seine Heimatstadt stark. Nun soll ein Zug den Namen Neustadt bei Coburg bekommen.
Judith Oppermann von DB Regio Bayern griff Heikes Anliegen gern auf und unterbreitete gleich einen Vorschlag: "Zum Jahresende werden wir die Neubaustrecke VDE 8.1 zwischen Coburg und Bamberg in Betrieb nehmen. Thematisch würde eine Zugtaufe im Vorfeld der Aktivitäten rund um die Inbetriebnahme sehr gut passen. Zeitlich gesehen sprechen wir hier von September/Oktober."


Taufe nach der Wahl

Ein Zeitraum, den Heike gut findet: "Ich würde allerdings gerne den Termin nach dem 24. September anregen, damit nicht die Diskussion aufkommt, dass es sich hier um eine Wahlbeeinflussung handeln sollte", heißt es in Heikes Antwortschreiben.
Ein Wunsch, dem die Bahn gerecht wird. Die Zugtaufe - es wird ein Interregio sein - soll nun am 29. September stattfinden. Gedacht ist die Zeit von 11.30 bis 13.30 Uhr. Ein Programm gibt es noch nicht. DB Regio bietet an, die Gästeliste für die Feierlichkeit in Absprache mit Heike zu erstellen. Für den Rahmen sind noch Ideen gefragt. Neustadts Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD) ist überzeugt, dass sich da in Neustadt einiges organisieren lässt. Das wird eine Aufgabe für die kommenden Wochen sein.


Schon der zweite Versuch

Stingl erinnert sich, dass es bereits schon einmal einen Vorstoß gab, einen Zug auf den Namen der Stadt zu taufen.
Vor einigen Jahren sei ein Wettbewerb ausgeschrieben gewesen, wo über Bürgerbeteiligung so eine Taufe ausgelobt gewesen sei. "Da war Neustadt ganz gut dabei", erinnert sich Stingl. Knapp habe es dann aber eben nicht gereicht. Jetzt klappt es doch noch. Stingl begrüßt es, dass ein "Zug den Namen Neustadts weit hinaus tragen wird." "Ich hätte gern noch den Zusatz Bayerische Puppenstadt dabei gehabt", sagte Heike. Doch das geht nach den Regularien der Bahn nicht. Das Stadtwappen darf aber mit aufs Namensschild. Dazu muss es allerdings von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Das, bestätigt Stingl, werde aber kein Problem sein.
Eine nette Idee fände Gerhard Korn (CSU), den Zug für die Sonderfahrt des Kreisverbandes für Gartenbau einzusetzen. Heike versprach, zu prüfen, ob sich das bewerkstelligen lässt. Denn der Zug wird ja überregional unterwegs sein und eben nicht ständig auf der Strecke über Neustadt verkehren.