Wenn Bürgermeister Michael Keilich (CSU) nach wünschenswerten Projekten für die Gemeinde im neuen Jahr befragt wird, dann spielt das neue Gerätehaus für die Gestungshäuser Feuerwehr eine wichtige Rolle. Zumindest mit dem Bau beginnen - das hat der Bürgermeister als Ziel ausgegeben: "Ich wünsche mir, dass der Grundstein in diesem Jahr gelegt wird. Das sollte aber auf jeden Fall klappen."

Bislang steht der Feuerwehr in Gestungshausen lediglich eine Garage im alten Rathaus als Gerätehaus zur Verfügung. Das sei in der heutigen Zeit nicht nicht mehr ausreichend, meint der Bürgermeister: "Der Zustand ist katastrophal, die Garage hat nichts mit einem Gerätehaus zu tun. Durch den Feuerwehr-Bedarfsplan wurde deutlich, dass dringend etwas getan werden muss - und das machen wir jetzt auch."

Ein weiteres Projekt läuft schon seit geraumer Zeit. Seit 2017 wird an der Erneuerung der Wasserversorgung in der Gemeinde Sonnefeld gearbeitet. "Mit dem Neubau des Hochbehälters auf dem Gestungshäuser Weinberg startet im Frühjahr das Abschlussprojekt", kündigt Michael Keilich an. Weil noch Erdarbeiten anstehen, steht noch nicht genau fest, wann Baubeginn ist. Das hängt von der Witterung ab. Bevor es losgeht, müssen die Arbeiten an den Wasserleitungen in Weickenbach abgeschlossen sein. "Die Wasserleitungen sind fertig, die Anschlüsse in die Häuser müssen noch gelegt werden. In Wörlsdorf sind wir damit vor Weihnachten noch fertig geworden."

Zwei neue Kindergartengruppen

Eines der Projekte, das in diesem Jahr außerdem in der Gemeinde angegangen werden soll, ist die Erweiterung des Kindergartens im Hauptort Sonnefeld. "Dass mehr Plätze benötigt werden, wurde bereits im letzten Jahr festgestellt. Wir brauchen eine weitere Krippengruppe und eine weitere Regelgruppe", sagt Michael Keilich. Der Beschluss wurde im Sommer im Gemeinderat gefasst. Eltern hätten im Vorfeld vermehrt keine Plätze für ihre Kinder gefunden. "Alleine im Hauptort wurden 30 bis 40 neue Häuser gebaut, in denen junge Familien leben. Die Erweiterung des Kindergartens wird eineinhalb Jahre dauern."

Erster Schritt in Richtung Dorferneuerung

Was Michael Keilich für das Jahr 2022 für seine Gemeinde ebenfalls hofft, ist, dass die ersten Schritte für die Dorferneuerung der Ortsteile Gestungshausen und Hassenberg gemacht werden. "Dadurch, dass wir das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) erarbeitet haben, wurde der Bedarf festgestellt. Für die Durchführung ist dann die jeweilige Gemeinde verantwortlich", erklärt Michael Keilich.

Durch den Zusammenschluss zur Allianz B303+ könne nun ein Antrag beim Amt für Ländliche Entwicklung gestellt werden. "Welcher Ort dann zuerst erneuert wird, entscheidet nicht die Gemeinde. Die Maßnahmen werden sich über mehrere Jahre ziehen." Der Antrag müsse formell noch im Sonnefelder Gemeinderat beschlossen werden. In einem weiteren Schritt werde dann festgestellt, ob sich beispielsweise Straßen in einem schlechten Zustand befinden oder die Bausubstanz Mängel aufweist.

Straßensanierung als Dauerbrenner

Ein Thema, mit dem sich die Gemeinde jedes Jahr erneut auseinandersetzen muss, ist die Straßensanierung. "Wenn man nach 30 Jahren alle Straßen durch hat, geht es von vorne los", sagt Michael Keilich. Welches Thema in der Gemeinde ebenfalls ein Dauerbrenner ist: die Schaffung von Bauland. "Die Themen lassen sich nie abschließen, man ist nie fertig. Sie beschäftigen die Gemeinde immer."

Die Gemeinde hat eine Liste, die entsprechend der finanziellen Mittel abgearbeitet wird. "Natürlich spielt es immer eine Rolle, ob bei der Straße auch die Wasserleitungen erneuert werden müssen oder, ob es Zuschüsse gibt." Grundsätzlich zeigt sich Bürgermeister Michael Keilich optimistisch, dass in diesem Jahr einige zentrale Projekte in der Gemeinde Sonnefeld vorankommen werden.