Als einen Beitrag zu den Bemühungen, Sonnefeld liebens- und lebenswerter zu gestalten, wertete Bayerns Innen-staatssekretär Gerhard Eck (Schweinfurt, CSU) das in Angriff genommene Millionenprojekt Domänenumbau. Angesichts der bevorstehenden demografischen Entwicklung sollten alle Möglichkeiten und Attraktivitäten genutzt werden, junge Menschen im Umfeld zu halten, in dem sie aufgewachsen seien.

Beeindruckt von dem, was da entstehen soll

Beim Rundgang durch die künftige Veranstaltungshalle in Anwesenheit mehrerer Gemeinderäte, des amtierenden Bürgermeisters Rainer Marr und seines Nachfolgers Michael Keilich (beide CSU) zeigte sich Eck beeindruckt von den Gesamt- und Detailplanungen.
Die einstimmigen Beschlüsse des Gemeindeparlaments, die historischen Gebäude im Ortskern aktiv zu nutzen und nicht in ein (weiteres) Museum zu verwandeln, bezeichnete er als Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem gab er zu bedenken, dass bei allen Entscheidungen Wirtschaftlichkeit und Leistungskraft einer Kommune über (vorschnellem) Handeln stehen müssten.

Marr erinnerte rückblickend an die ersten Sondierungen Ende 2011, bei denen die Förderwürdigkeit des unter Denkmalschutz stehenden Umbauprojektes im Mittelpunkt stand. Schon wenige Monate später erhielt die Regierung von Oberfranken - auf Ecks Vermittlung - grünes Licht für eine überdurchschnittliche Bezuschussung. Scherzhaft sah Marr die Förderzusage in Höhe von mehr als drei Millionen Euro jetzt als Dankeschön zum Schluss seiner Amtszeit. Nach heutigem Planungsstand sind im Gemeindeetat weitere rund 1,4 Millionen aufzubringen.

"Verständnis wird wachsen"

Anhand vorliegender Planungsunterlagen des Architekturbüros informierte sich der Gast über vorgesehene Maßnahmen zum Gebäudeerhalt und den zu erwartenden Endzustand. Bauamtsleiter Herwig Lösch schilderte die frühere Nutzung als Stallungs- und Wirtschaftsgebäude der Staatsdomäne, später für Zwecke des Gemeindebauhofs, bei der Lehmboden bzw. betonierte Grundflächen völlig ausreichend gewesen seien. Jetzt werde auf zukunftsträchtige und zweckmäßige Innengestaltung besonderer Wert gelegt.

Aus seiner mehr als 20-jährigen Kommunalerfahrung gab der Staatssekretär beim Rundgang immer wieder Tipps zu Gestaltungs- und Nutzungsfragen, Lichtdurchflutung oder zum Beleuchtungskonzept auf zwei Ebenen. Empfehlenswert fand Eck den zu schaffenden Blickkontakt von der Bundesstraße auf das Schmuckstück in der Ortsmitte. Abschließend zeigte er sich überzeugt davon, dass mit den Projektfortschritten das Verständnis bei den Einwohnern wachsen werde, die dem Millionenprojekt jetzt noch skeptisch gegenüber stehen.