Seit vergangenem Mittwoch ist die Gemeinde Lautertal um ein Schmuckstück reicher. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung konnte Bürgermeister Karl Kolb den Mehrgenartionenspielplatz in der Lauterstraße in Unterlauter offiziell seiner Bestimmung übergeben. Kolb zeigte sich völlig überrascht angesichts der vielen Bürger und vor allem Kinder, die "ihren" Spielplatz in Beschlag nehmen wollten. "Mit so viel Menschen hätte ich nie gerechnet", räumte Bürgermeister Kolb unumwunden ein.

Auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern ist es den Verantwortlichen, allen voran Bauamtsleiter Peter Welz, gelungen, nicht nur die unterschiedlichsten Spielgeräte zu platzieren, sondern auch einen kleinen Park entstehen zu lassen, der zu einer Augenweide geworden ist. Karl Kolb gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Spielplatz lange so schön und von Vandalismus verschont bleiben möge. Er forderte die Bevölkerung auf, eine "Auge" auf die Einrichtung zu haben.

"Ein Traum ist wahr geworden"

Die Kosten für das Projekt bezifferte er mit 330 000 Euro, die allesamt von der Gemeinde aufgebracht werden mussten. Zuschüsse wurden nicht gewährt. Nach den Worten von Karl Kolb ist man sowohl finanziell als auch zeitlich voll im Plan geblieben. "Ein Traum ist wahr geworden", kommentierte der ehemalige Lautertaler Bürgermeister und heutige Landrat Sebastian Straubel die Einweihung des Spielplatzes. Der Startschuss zu diesem Projekt fiel am Anfang seiner Amtszeit. Er erinnerte daran, dass der Wunsch nach einem zentralen" Spielplatz", so der damalige Arbeitstitel, schon sehr lange bestanden habe. Das Problem, das die Gemeinde lösen musste, sei gewesen, ein geeignetes Grundstück zu finden. In diesem Zusammenhang dankte er der Flurbereinigungsgenossenschaft Unterlauter, die einen schnellen und unkomplizierten Erwerb der Fläche möglich gemacht habe.

Ideen umgesetzt

Wichtig war für Straubel auch die Feststellung, dass die Verwaltung nicht im Alleingang festgelegt habe, wie der Spielplatz aussehen soll. "Wir haben die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen", betonte Straubel und ergänzte, dass bei den verschiedenen Workshops sehr gute Ideen eingebracht worden seien. Auch unterstrich er, dass es fester politischer Wille aller Fraktionen im Gemeinderat gewesen sei, eine solche Einrichtung zu schaffen. Straubel wünschte sich, dass der neue Mehrgenerationenspielplatz ein Treffpunkt für Jung und Alt werde. "Lautertal kann mächtig stolz auf das Geschaffene sein", betonte er abschließend.

Um Gottes Segen für den Spielplatz und die Menschen, die sich hier aufhalten, baten Pfarrer Ronald Henke und die Pastoralreferentin Birgit Müller. Ausgestaltet wurde die Einweihung, die sich zu einem kleinen Volksfest entwickelte, durch die Kinder aus dem Kinderhaus Kunterbunt und von der Krippe Sonnenschein.