Die Ortsdurchfahrt von Buscheller wird ausgebaut - auf einer Länge von 440 Metern. Darüber waren sich die Gemeinderatsmitglieder bei ihrer Sitzung am Montag einig. Allerdings erfolgte noch kein offizieller Beschluss, da die Einwohner Buschellers - rund 70 Personen - vorab noch über die Planung informiert werden sollen. Allerdings wusste man im Gremium noch nicht so recht, wie diese Informationsveranstaltung unter den Regelungen der Corona-Pandemie erfolgen könnte. Realisiert werden soll das Projekt im nächsten Jahr.

Planer Jürgen Kittner erläuterte den Ausbau. Dieser sei mit der Regierung von Oberfranken bereits abgesprochen. Diese habe Zustimmung signalisiert und sei bereit, das Projekt zu fördern. Laut Kittner könnte eine Förderquote von 60 bis 70 Prozent erwartet werden, es müssten dabei Auflagen beachtet werden. Immerhin kostet der Ausbau rund eine Million Euro.

5,50 Meter breit, dazu ein Gehweg oder vielleicht sogar zwei

Die neue Straße in Buscheller soll laut Kittner 5,50 Meter breit werden. Dadurch könne ein Begegnungsverkehr zwischen Lkw und Pkw problemlos und ohne wesentliche Geschwindigkeitsbeschränkung vonstatten gehen, sagte Kittner. Weiterhin ist ein barrierefreier Gehweg mit einer Breite von 1,50 Metern auf der südlichen Seite vorgesehen. Zwischen Gehweg und Fahrbahn soll ein Grünstreifen verlaufen. Ob auf der gegenüberliegenden Seite nur ein Schrammbord angebracht werden kann oder auch ein Gehweg angelegt werden soll, wird noch entschieden.

Gleichzeitig soll der Oberflächenkanal erneuert werden und undichte Stellen im Abwasserkanal sollen durch das Inlinerverfahren ausgebessert werden. Schließlich gehören zu dem Gesamtprojekt noch zwei Bushaltestellen und die Straßenbeleuchtung.

Befürchtung, dass hier zu schnell durchgefahren wird

Gemeinderat Peter Pillmann sagte: "Ich befürchte, dass durch die kerzengerade Ortsdurchfahrt die Raserei gefördert wird." Immerhin werde diese Straße täglich von 400 Fahrzeugen genutzt. Dieser Befürchtung konnte sich Kittner nicht verschließen. Daran habe man bei der Planung gedacht, sagte Kittner und erklärte, dass sogenannte Fahrbahnverschwenkungen zur Reduzierung der Geschwindigkeit vorgesehen sind. Auch sei an der östlichen Ausfahrt ein Baumtor eingeplant. So ein Baumtor enge die Fahrbahn für Autofahrer optisch ein.