Im letzten Jahr wurden in der Stadt Coburg 8,7 neue Häuser und Wohnungen pro 1000 Einwohner fertiggestellt. Das teilte die Bayerische Landesbausparkasse (LBS) mit. Damit liegt die Stadt Coburg vor Bayreuth und Kulmbach oberfrankenweit auf Platz eins. Der Landkreis Coburg schafft es mit 3,3 fertiggestellten Häusern oder Wohnungen auf Platz acht und liegt damit vor der Stadt Bamberg und vor Kronach.

Bayern- und oberfrankenweit liegt die Stadt Coburg mit ihrem Wert weit über dem Durchschnitt. Dieser beträgt oberfrankenweit 3,3 Baufertigstellungen und bayernweit 4,9. Im vergangenen Jahr wurden rund 64 000 Wohneinheiten im Freistaat fertiggestellt, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von insgesamt sieben Prozent entspricht. "Den Bedarf sieht die Staatsregierung bei rund 70 000 Baufertigstellungen pro Jahr", teilte die LBS mit.

354 fertige Wohneinheiten in Coburg

Einschließlich der Wohneinheiten in Wohnheimen wurden in der Stadt Coburg im letzten Jahr 354 Wohneinheiten fertig, zu denen auch Einfamilienhäuser zählen. In den beiden Vorjahren wurden mit 127 Einheiten im Jahr 2019 und 81 Einheiten im Jahr 2018 deutlich weniger Wohnungen fertig. Einen Zusammenhang zwischen der steigenden Zahl und der Corona-Pandemie gibt es laut Louay Yassin, Pressesprecher der Stadt Coburg, nicht: "Die Projekte wurden mindestens ein bis zwei Jahre vor Beginn der Pandemie geplant." Wie die Stadt mitteilt, sei man seit der Verabschiedung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts 2018 sehr darum bemüht, alles zu tun, um Wegzug aus der Stadt zu vermeiden. "Unsere Stadt soll wachsen. Dazu gehört die Ausweisung von Baugrundstücken, die aufgrund der sehr begrenzten Baugebiete leider sehr klein ausfällt, und die stete Suche nach Entwicklungsmöglichkeiten im Stadtgebiet", sagt Yassin. Zudem sei die Stadt Coburg stets offen für neue Projekte von Investoren und Privatleuten. Diese sollen bestmöglich gefördert werden. Ziel sei es, für alle Altersgruppen ausreichend Wohnraum zu schaffen.

Günstiges Bauland in Oberfranken

Die Stadt Coburg bietet momentan keine Baugrundstücke zum Verkauf an. Beim zuletzt entwickelten Baugebiet der Stadt, dem Baugebiet Mittelberg in Scheuerfeld, lag der Quadratmeterpreis bei 150 Euro. Hier liegt die Stadt über dem oberfränkischen Durchschnitt, der 76 Euro für einen Quadratmeter baureifes Land beträgt. Das teilt das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Zum Vergleich: In Oberbayern sind die Quadratmeterpreise mit 982 Euro am höchsten. Danach folgt Mittelfranken, hier sind 248 Euro fällig. Nach Schwaben und Niederbayern folgt Unterfranken mit 141 Euro pro Quadratmeter. Oberfranken bildet nach der Oberpfalz das Schlusslicht.