Die ehemaligen Schlachthof-Mieter sollen sogenanntes K3-Fleisch als Lebensmittel in den Verkauf gebracht haben. K3-Fleisch, das beim Schlachten aussortiert wird, dürfte nur noch für Tiernahrung verwendet werden. Es handelte sich um einen Zerlegebetrieb mit Fleischgroßhandel und eine Kuttelei. Die Stadt selbst betrieb den Teil des Schlachthofs, in dem die Tiere getötet und für die weitere Verarbeitung halbiert wurden. Danach wurden die Schweine- und Rinderhälften entweder in die Kühlräume gebracht, wo Metzger oder Direktvermarkter ihre Tiere holen konnten, oder zu den Zerlegebetrieben im Schlachthof.

Die Ermittlungen laufen immer noch, und im Schlachthof gibt es lediglich noch die Verkaufsstelle der Südfleisch. Die wird zum Jahresende schließen, weil die Stadt die Räume gekündigt hat. Betroffen seien von der Schließung insgesamt neun Mitarbeiter, davon sieben in Vollzeit, teilte das Unternehmen nun auf Anfrage mit. Fünf der Vollzeitmitarbeiter würden in Bamberg übernommen, zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitbeschäftigte hätten die Kündigung erhalten. Südfleisch vermarktet weiterhin "Coburger Schweinegold" als Regionalmarke. Die Tiere für dieses Programm werden seit der Einstellung des Coburger Schlachthofbetriebs in Bamberg geschlachtet und zerlegt.

Nach Auskunft des Bauern-Verbandsobmans Gerhard Ehrlich beteiligen sich aber ohnehin nur wenige Schweinemäster und lokale Fleischer an diesem Programm.