Coburg: Neue Telefonzelle für besonderen Zweck aufgestellt - das ist die Idee dahinter
Autor: Redaktion
Coburg, Donnerstag, 08. Dezember 2022
Vor der Coburger Diakonie steht jetzt eine gelbe Telefonzelle, die für mehr Nachhaltigkeit sorgen soll. Sie ist Teil des Coburger Green-Deals und dient zukünftig als Foodsharing-Plattform.
Sie ist groß, gelb und weckt nostalgische Gefühle: Die neue Foodsharing-Telefonzelle vor dem "Dialog" der Coburger Diakonie in der Metzgergasse. Sie ist am Mittwoch (7. Dezember 2022) in Betrieb genommen worden, berichtet die Stadt Coburg. Dass sie dort stehe, sei einer Kooperation der Stadt Coburg, dem Klimaschutzbeauftragten des Stadtrates, Creapolis, der Diakonie und den Ehrenamtlichen des Foodsharing-Netzwerkes zu verdanken.
Coburg hat jetzt eine Foodsharing-Telefonzelle - um Lebensmittel zu retten
Oberbürgermeister Dominik Sauerteig dankte allen Beteiligten für ihr Engagement: "In unserem Green Deal stoßen wir gemeinsam mit der Stadtgesellschaft kleine Projekte an, die Coburg ein Stück nachhaltiger machen."
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Auch in die Umsetzung würden die Bürgerinnen und Bürger einbezogen. "Dieses Projekt ist ein kleiner, toller Baustein in unserem Green Deal", wird der OB in der Pressemitteilung der Stadt zitiert. Die Stadt Coburg hat das Projekt demnach inanziell und ideell unterstützt.
Verbindung von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit
Für den Klimaschutzbeauftragten Stefan Sauerteig ist die neue Foodsharing-Telefonzelle die Verbindung von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit: "Um Nahrungsmittel zu produzieren, werden große Mengen Energie verwandt. Das sind wertvolle Ressourcen, die knapp und teuer sind - und die dank solcher Projekte nicht verschwendet werden."
"In einem Jahr werden in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel vernichtet, das darf nicht sein", wird der Klimaschutzbeauftragte zitiert. "Deswegen danke ich allen, die sich hier engagieren."
Die Foodsharing-Idee richtet sich der Stadt zufolge ausdrücklich nicht nur an Menschen mit geringem Einkommen, sondern an alle Coburgerinnen und Coburger, die Lebensmittel retten wollen.
Eine Keimzelle für weitere Projekte
Stefan Kornherr, Leiter der Coburger Bezirksstelle der Diakonie, hofft, dass diese Foodsharing-Telefonzelle eine Keimzelle für viele weitere Projekte wird: "Das war eine richtige Gemeinschaftsarbeit. Die Diakonie habe die Telefonzelle bei eBay gekauft, Creapolis habe sie nutzbar gemacht, die Ehrenamtlichen von Foodsharing und die Stadt Coburg hätten Unterstützung geleistet. "Insgesamt steckt ein Jahr Arbeit in diesem Projekt - und ich bin froh, dass wir die Telefonzelle heute in Betrieb nehmen können."