Die FDP Kreisverbände Coburg und Kronach wählten den Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017. Mehrheitlich votierten die Mitglieder für den 25-jährigen Alexander Arnold. Er setzte sich bei der Nominierungsversammlung im "Hexenturm" in Coburg mit 10:4 Stimmen gegen Nico Appelfeller durch.

Der ehemalige FDP-Landtagsabgeordnete Peter Jacobi hatte sich an seine politischen Anfänge vor 50 Jahren erinnert und sah in Alexander Arnold den Kandidaten, der den Liberalismus verkörpern könnte, wie er ihn selbst damals vertreten hatte. Aber auch das neue FDP-Mitglied Nico Appelfeller war aus der Versammlung vorgeschlagen worden.

Der 25-jährige Alexander Arnold konnte die Fragen, ob es die FDP denn noch gibt, ob man sie braucht und ob sie etwas Wichtiges zu sagen habe, mit einem klaren Ja beantworten. Eine freiheitliche Partei sei für eine funktionierende Demokratie unentbehrlich. Wichtiges Ziel sei es, Deutschland fit für die Zukunft zu machen und neue Chancen zu ergreifen. Innovative und mutige Unternehmer würden nach den Worten von Arnold benötigt und deshalb müsse eine neue Gründerzeit geschaffen und Firmengründungen einfacher gemacht werden.

Die EU sei das größte und erfolgreichste Friedensprojekt aller Zeiten und wir bräuchten keine EU der Hinterzimmer und Bürokraten, betonte der designierte Bundestagskandidat der Liberalen. "Die EU muss geschätzt werden". Die Stärkung des Rechtsstaates und ein starkes Bekenntnis zu den Grundrechen sei ein wichtiger Aufgabenschwerpunkt.


Gegen politische Stagnation

Eine besser ausgestattete Polizei auch auf Bundesebene, die wirklich gegen Verbrechen vorgehe sei dringend notwendig. "Wir brauchen keine politische Stagnation, sondern eine, die handelt und agil ist." Das Einwanderungsgesetz sei wichtig, denn wir benötigen auch qualifizierte Leute", so Arnold auf die Frage, ob wir Flüchtlinge reinlassen oder die Grenzen dicht machen sollten. Der Kandidat wurde in Coburg geboren und ist auch hier aufgewachsen. Er absolvierte eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und machte sein Fachabitur an der BOS in Coburg. Derzeit studiert Alexander Arnold Medienmanagement in Würzburg und beschäftigt sich mit seiner Facharbeit mit dem Thema "Marketing bei Gründungsunternehmen. Ehrenamtlich engagiert er sich im Friedensmuseum in Meeder.

Nico Appelfeller ist 40 Jahre alt und seit wenigen Monaten Mitglied in der FDP. Er ist verheiratet, Vater einer neunjährigen Tochter und von Beruf Projektleiter. Er sei ein Mensch, der Zusagen einhält, so der Kandidat bei seiner Vorstellung. Er suche den Dialog mit den Menschen. Als Mensch stehe er für Prinzipien, die nicht verhandelbar seien und wolle Politik für den Menschen machen. Es müsse in den Köpfen der Bevölkerung platziert werden, dass Europa wichtig und erfolgreich ist. "Europa ist mehr als nur Vorschriften", so die Meinung von Nico Appelfeller.


Bereits sechs Kandidaten stehen fest

Kandidaten Für die Bundestagswahl 2017 stehen im Wahlkreis Coburg/Kronach bereits einige Direktkandidaten fest. Für die CSU tritt erneut Hans Michelbach an. Die SPD schickt Doris Aschenbrenner ins Rennen. Die Grünen haben kürzlichen Michael Eckstein nominiert, und die Linke setzt erneut auf René Hähnlein. Auch die AfD steht erstmals zur Wahl und zeigt Flagge mit Martin Böhm. Alexander Arnold von der FDP ist jetzt der sechste Kandidat, der feststeht.