• Coburg: Unerlaubter Müllplatz in Wüstenahorn hat sich etabliert
  • Anziehungspunkt: Altglas- und Kleidercontainer in Wohngebiet
  • Großes Ärgernis: CEB-Maßnahmen bisher ohne Erfolg
  • Abteilungsleiter erklärt: So könnte die Lösung aussehen

Der wilde Müllplatz im Coburger Stadtteil Wüstenahorn treibt den Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB) schon länger um. Abteilungsleiter Norbert Scholz berichtet im Gespräch mit inFranken.de: "Seit Monaten wird dieser Glas- und Altkleidercontainerstandplatz als Müllplatz missbraucht." Die Mitarbeiter hätten den Unrat regelmäßig entfernt, obwohl es nicht ihre Aufgabe sei. Doch es brauche wohl andere Maßnahmen.

Müll-Frust in Wüstenahorn - Entsorgungsbetrieb stößt mit jeglicher Maßnahme auf Ignoranz

Mehrere Wohnhäuser stehen unweit der Container. Scholz spricht den Verdacht aus, dass die Anwohner die Übeltäter sein könnten. "Nach dem Motto: Wenn ich meine Gläser in den Container werfe und noch den Karton davon habe, schmeiße ich ihn einfach daneben." Auf dem Haufen landeten Stühle, Schränkchen, Leuchtstoffröhren, Elektrogeräte, Kleidung und viele weitere Dinge. Vor Balkonen befinde sich ebenfalls Sperrmüll. 

Der Anblick falle den hier vorbeikommenden CEB-Mitarbeitern schwer, sodass "sie es kontinuierlich mitgenommen haben. So gewöhnt sich der ein oder andere dran", resümiert Scholz. Vor gut einem Monat habe er deshalb zwei Schilder mit der Aufschrift "Müll abladen verboten. Jede Ablagerung wird polizeilich zur Anzeige gebracht" anfertigen lassen. Beobachtungen sollten zudem an den CEB gemeldet werden. Diese aufgestellten Schilder seien letztlich jedoch umgeknickt worden und der Müll stehe weiterhin daneben.

Die Reaktion des CEB sei eine vierwöchige Entsorgungspause für die Stelle gewesen. Der Müll habe sich allerdings nur weiter angehäuft. Am Donnerstagmorgen (28. Juli 2022) sei dank des CEB "wieder alles blitzeblank", so Scholz. Durch die öffentliche Berichterstattung erhoffe man sich eine Besserung des "Dramas"

Umverlegung der Container als Notlösung- CEB-Abteilungsleiter schildert Schwierigkeiten

"Im allerschlimmsten Fall müssen wir den Standplatz verlegen", erklärt Scholz und weist auf die Schwierigkeiten dieser Maßnahme hin. So müsse ein passendes Grundstück gefunden werden und ein gewisser Abstand zu den Wohnhäusern eingehalten werden. Zunächst wolle der CEB die Situation in Wüstenahorn aber noch eine Weile beobachten, erklärt der Abteilungsleiter.

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