Im Raum Coburg ist die Amerikanische Faulbrut der Bienen ausgebrochen. Der Landkreis hat als Konsequenz mittels Allgemeinverfügung einen Sperrbezirk eingerichtet.
Im Landkreis Coburg ist am Mittwoch (19. April 2023) bei einem Bienenvolk die Amerikanische Faulbrut amtlich festgestellt worden. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, teilte die Pressestelle des Landkreises Coburg mit.
Die Seuche ist gekennzeichnet durch den Zerfall der Streckmaden zu einer kaffeebraunen, fadenziehenden Masse. Verdächtig sind einzelne stehengebliebene Zellen oder eingebrochene dunkel- bis schwarzbraune Schorfe in den Zellen.
Amerikanische Faulbrut im Raum Coburg: Imker müssen Bienenbestände anzeigen
Hauptinfektionsquellen sind verseuchtes Futter, zum Beispiel nicht ausgespülte Honiggläser in Altglascontainern, und Wabenmaterial. Die Imker werden gebeten, ihre Völker gründlich zu beobachten und auf einwandfreie Wabenhygiene zu achten.
Für Menschen ist die Bienenseuche ungefährlich. Um eine weitere Verbreitung der Amerikanischen Faulbrut bei Bienen zu verhindern, wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Das geht aus einer entsprechenden Allgemeinverfügung des Landkreises hervor.
Alle Besitzer von Bienenvölkern im gesamten Stadt- und Landkreisgebiet von Coburg werden gebeten, ihre Bienenstände unter Angabe des Standortes mit einer genauen Standortbeschreibung, Gemarkung, Flurnummer und GPS-Daten schriftlich beim Landratsamt Coburg zu melden. Zuständig dafür ist der Fachbereich Veterinärwesen in der Lauterer Straße 60 in Coburg. Das Amt ist auch per Mail unter veterinaeramt@landkreis-coburg.de erreichbar.
Vorschaubild: © Caroline Seidel